Montag, 11. Mai 2009
Noch einige Bemerkungen zu Ihren Blogeinträgen der letzen Wochen. Es ist sehr spannend Ihre ausführlichen und auch persönlichen Posts zu den Themen Achtsamkeit und Naturerfahrung zu lesen. Der Post-it-Zettel hat Ihnen geholfen, aufmerksam die eine oder andere gewohnte Tätigkeit im Alltag zu vollziehen. V.a. die Organisation der eigenen Mobilität und die Verwendung von Wasser und Strom ist Ihnen ins Bewusstsein gekommen. Ebenso haben Sie ganz gewohnte und alltägliche Verrichtungen, wie der Weg zu PH und anderes bewusster wahrgenommen und festgestellte, wie viel uns eigentlich im täglichen „Trott“ entgeht. Mehrmals habe ich gelesen, dass man vielleicht unbewusst schnell das Augenmerk auf die Achtsamkeit wieder vergisst und nach einigen Minuten schon wieder abschweift – so erging es auch mir in jener Woche. Vielleicht benutzen Sie ja diese Methode mit den Post-it-Zetteln irgendwann wieder, um für einige Zeit eine alltägliche Tätigkeit ganz bewusst zu vollziehen.
Ein Hinweis auf eine Homepage, die die Vernetzheit der Produkte und den alltäglichen Konsum aufzeigt, evtl. sogar steuern kann: www.codecheck.ch (lässt sich sogar aufs Handy laden). Sie haben die Möglichkeit damit jedes Produkt, das Sie einkaufen, auf seine Nachhaltigkeit – auch die gesundheitlichen Aspekte hin – zu prüfen. Vielleicht lohnt es sich, Produkte die Sie gewohnheitsmässig regelmässig konsumieren einmal zu prüfen und evtl. auf Alternativen umzusteigen.
Freundliche Grüsse und einen guten Abschluss des Semesters wünscht, Michael Zahner
Leitfragen zur Diskussion in den Bloggruppen
- schwierig, was man überhaupt mitnehmen soll
- Dinge, die einem wirklich etwas bedeuten, möchte man nicht mitnehmen
- überlegen, ob es für die anderen überhaupt einen Nutzen hat
Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?
- Kann es ein anderer brauchen?
- Ist es noch intakt, nicht zu verbraucht?
- Kann ich mich davon trennen?
Nehmen Sie sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?
- mittleren Herzens, da man die schweren Herzens nicht bringen würde und die leichten Herzens schon weggeworfen hätte
Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen / Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?
- gefreut, dass zum Teil so schöne Gegenstände mitgebracht wurden
- man würde gerne danke sagen
- Angst, dass andere es auch gerne genommen hätten
- 1. Gegenstand zu nehmen brauchte Überwindung
- man ist es sich nicht gewohnt, sich bedienen zu können
Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?
- es war schön, wenn andere meine Gegenstände genommen und sich daran gefreut haben
- es ist nicht so schlimm, da es ins Brockenhaus kommt und dort einen anderen Besitzer findet
- Man hat nichts mitgenommen, das man nicht weggeben möchte. Das heisst, nichts, das einen so grossen Wert hat, dass man es am liebsten wieder selber mit nach Hause genommen hätte.
Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum?
- wir haben mehrheitlich mehr mitgenommen als gebracht
- war mit einem schlechten Gewissen verbunden
Wie könnte eine solche Bring- und Holaktion in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?
- so wie wir das gemacht haben
- Gegenstände mehr einschränken
Donnerstag, 7. Mai 2009
Säuberungsaktion im Wald
Wir starteten unsere Aufräumaktion an der grossen Feuerstelle, die schon von der Strasse aus sichtbar ist. Auf den ersten Blick waren wir erstaunt, wie sauber es aussieht, hatten wir diesen Platz doch genau wegen den oft sehr verschmutzten Feuerstellen aufgesucht. Bei näherem Hinsehen fanden wir aber trotzdem jede Menge Zigarettenstummel, Papierfetzen, Alufolien, Taschentücher und anderen kleinen Abfall, welchen die Leute nach dem „Bräteln“ liegen gelassen haben. Während dem Aufräumen stiessen wir auch immer wieder auf alte Glasscherben, welche an solchen öffentlichen Plätzen sehr gefährlich sind. Sie zerschneiden Hunden und Barfüssigen die Füsse und auch mit Kleinkindern muss diesbezüglich Vorsicht geboten werden; Scherben können einem den schönen Sonntagsnachmittagsausflug ganz schön verderben.
Während dem Auflesen dieser Dinge diskutierten wir darüber, wie verhindert werden könnte, dass so viel Abfall herumliegt. Logischerweise könnte man denken, dass eine ausreichende Anzahl an Abfalleimern vorhanden sein müsste, um den herumliegenden Müll zu reduzieren. Die Praxis zeigt aber leider immer wieder, dass Mülleimer genau das Gegenteil auslösen können: Die Menschen denken, dass dies ein gehorteter und kontrollierter Platz sei. Sie räumen eventuell ihren Abfall schlechter weg als sie es in „unberührter“ Natur tun würden, da sie sich unbewusst an einem Ort fühlen, der ja sowieso wieder aufgeräumt wird. Eine furchtbare Haltung, die aber leider wirklich von einigen Menschen eingenommen wird.
Nachdem die Feuerstelle zufriedenstellend vom Abfall befreit war, liefen wir noch im Wald herum und ein Stück weit den Wegen entlang und säuberten diese. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Leute ihren Abfall teilweise nicht einfach fallen lassen, sondern ihn extra noch ein bisschen neben dem Weg „verstecken“, ihn in das Gebüsch werfen. Das zeigte uns, dass einige Menschen ihren Abfall extra wegwerfen und nicht einfach aufgrund einer Unachtsamkeit verlieren.
Im Wald selber war der Müll im Vergleich zu der Feuerstelle weniger konzentriert aufzufinden. Es handelte sich auch hier wieder vorwiegend um Zigarettenstummel, kleine Papierfetzen, Bonbonpapiere und Taschentücher. Nur einmal stiessen wir ein bisschen abseits des Weges auf einen Berg von Karton und Plastik, der wie es schien sehr gezielt dort gelagert wurde.
Dank diesem Abfallhaufen wurde zumindest einer unserer Abfallsäcke so voll, wie wir es uns eigentlich vorgestellt hatten.
Das Thema Abfallentsorgung ist in unserer Wegwerfgesellschaft immer aktuell. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir, als zukünftige Lehrpersonen, unsere Schüler und Schülerinnen auf diese Problematik sensibilisieren. Dies könnte mit einer Waldaufräumaktion, Exkursionen in KVA’s und Recyclingfirmen oder ganz einfach mit dem Fetzeln auf dem Schulhausareal umgesetzt werden.
Freitag, 20. März 2009
Ich mache sehr viele bewusste Naturerfahrungen. Ich wohne in einer ländlichen Gegend und wir haben einen Hund in der Familie, der mich oft dazu "zwingt" nach draussen zu gehen. Ich erlebe es immer wieder, dass ich in stressigen Tagen mich davor drücke, einfach eine halbe Stunde Pause zu machen und nach draussen zu gehen. Man gönnt sich keine Minute Pause, da man das Gefühl hat, wertvolle Zeit zu verlieren. Wenn ich mich aber trotzdem dazu durchringe, profitiere ich jedesmal wahnsinnig davon. Durch das bewusste Wahrnehmen der Natur kann ich viel Energie schöpfen.
Bei meinem letzten Waldspaziergang war ich fasziniert von dem schmelzendem Schnee überall. Die Sonne schien, es war warm, und der Schnee machte immer mehr einem braunen, lehmigen Waldboden platz. Mir bot sich ein wunderschönes Lichtspiel von der Sonne die durch die nassen, darum fast schwarzen Baumstämme durchschien. Einige wenige braune Blätter glitzerten in der Sonne. Eine ganze Weile lang beobachtete ich eine Reihe von Eiszapfen an einer Holzbeige, von der die Tropfen im Sekundentakt fielen.
Jedesmal, wenn ich mich so auf die Natur einlasse, spüre ich, wie sich ein Glücksgefühl und ein tiefes Gefühl der Verbundenheit in mir auslöst. Es ist ein grossees Geschenk, diese gratis Energie die wir von der Natur erhalten.
Donnerstag, 19. März 2009
Naturerlebnis
So bin ich also gestern wieder an dieser Stelle gesessen und habe das leichte Rauschen des Wassers auf mich wirken lassen. Seit langer Zeit habe ich wieder einmal bewusst dem Vogelgezwitscher gehorcht und gemerkt, dass der Frühling vor der Tür steht. Von Zeit zu Zeit hörte ich auf dem Weg oberhalb der Insel einen Spaziergänger vorbeigehen, zweimal war ein verspieltes Hundebellen zu vernehmen, sonst war ausser den Geräuschen der Natur alles still um mich herum. So habe ich eine Weile vor mich hin geträumt und meine Gedanken treiben lassen.
Als mir langsam kalt wurde und es einzudunkeln anfing, machte ich mich wieder auf den Heimweg, hörte die Steine unter meinen Schuhen knirschen und den Wind leise durch die Bäume ziehen.
Als ich wieder zu Hause ankam, fühlte ich mich trotz fortgeschrittener Stunde erholt und ausgeglichen.
Solche Erlebnisse in der Natur bedeuten mir sehr viel. Besonders wenn ich innerlich unruhig bin und einen Berg Arbeit vor mir sehen, helfen mir Momente in der Natur, die innere Ruhe wieder zu finden und mich zu entspannen. Auch ermöglichen es mir Momente am Wasser, im Wald oder auf einem Berg jeweils, wieder auf andere Gedanken zu kommen und den Kopf ein bisschen auszulüften.
Mit der Natur verbunden fühle ich mich besonders dann, wenn ich alleine bin und ich selber langsam ruhig werde. Dann beginne ich jeweils, die unzähligen schönen Dinge der Natur zu entdecken. Steine, durchzogen mit feinen Linien, ein Spinnennetz mit Tautropfen oder ein schönes buntes Herbstblatt… Solche Dinge fallen mir jeweils erst auf, wenn ich bewusst hinschaue. Dann hingegen sieht man in so vielen kleinen Dingen kleine Wunderwerke der Natur. Mein nachhaltiges Handeln hat sehr stark mit dieser Naturverbundeheit zu tun. Ich möchte, dass die Natur mit ihren vielen wertvollen Schätzen auch unseren Kindern erhalten bleibt.
Dienstag, 17. März 2009
Spaziergang im Wald
Ich liebe die Natur.
Ich geniesse es immer in der Natur zu sein. Je weiter die Zivilisation von mir entfernt ist, desto wohler fühle ich mich. Obwohl ich mich hier in der Schweiz wirklich nicht sehr heimisch fühle, fühle ich mich im Wald zumindest noch am wohlsten. Der Wald ist über all gleich, egal ob in Deutschland, der Schweiz oder irgendwo in der Welt. Er ist nicht von der Fauna und Flora gleich, aber von der Atmosphäre. Es ist egal ob der Wind zwischen Buchen oder Eichen weht, die unbeschreibliche „Waldatmosphäre“ ist immer gleich.
Am Wochenende bin ich in einem kleinen Wäldchen bei Rorschach spazieren gewesen. Es war herrlich. Die Sonne schien, ein leichter Wind wehte und die Blätter raschelten unter den Füssen. Es war zwar nicht Herbst, denn Herbst ist die beste Jahreszeit für den Wald, denn da kann man Pilze und Beeren sammeln. Trotz Frühling war es sehr toll. So ein Spaziergang durch die Frühlingssonne gibt Kraft. Danach habe ich wieder voller Kraft mit meiner Bachelorarbeit angefangen und es war nur noch Halb so schrecklich wie zuvor.
Dadurch, dass ich die Natur so liebe, habe ich auch ein grosses Bedürfnis sie zu schützen. Über dieses Bedürfnis die Natur zu beschützen, habe ich auch angefangen mich für andere Aspekte von Nachhaltigkeit zu interessieren. Ich bin froh, dass mir die Natur persönlich wichtig ist, denn wäre sie mir nicht so wichtig, hätte ich wahrscheinlich mehr Mühe mein Leben zugunsten der Umwelt einzuschränken. Diese Erkenntnis ist für mich sehr wichtig, denn wenn ich es schaffe, dass den Kindern im Kindergarten die Natur genauso am Herzen liegt, wie mir, dann fällt ihnen auch Naturschutz, Umweltschutz und nachhaltiges Verhalten weniger schwer. Dieser enge Zusammenhang war mir in Bezug auf die Natur nicht so bewusst.
Sonntag, 15. März 2009
Blick in die Natur
Auf der Schattenseite liegt noch sehr viel Schnee, der aber immer mehr schmilzt. Man sieht auch noch die Spuren von den vielen Kindern, die während der letzten Wochen am Skilift hoch und wieder runter fuhren. Dort, wo sie besonders oft durchgefahren sind, sieht man schon die Wiese, welche zurzeit aber eher braun als grün ist. Die Bäume im Wald haben noch keine Blätter, dafür sitzen bereits wieder einige Vögel auf ihren dürren Ästen. Sie zwitschern und freuen sich wohl auch, dass es wieder wärmer wird.
Im Garten neben unserem Balkon blühen bereits viele Schneeglöckchen und auch die ersten „Krokusli“ gucken aus der Erde. Trotzdem aber ist das Rosenbäumchen noch ganz dick eingepackt. Ob es wohl den Frühling noch nicht spürt?
Die Natur ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich bin sehr gerne draussen, um mich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. In diesen Momenten tanke ich Kraft für die Arbeit, welche zu Hause auf mich wartet. Ein Teil dieser Natur zu sein, bedeutet mir sehr viel. Aus diesem Grund schaue ich auch, ihr so gut wie möglich Sorge zu tragen. Ich möchte nämlich, dass auch die nächste Generation die Schönheit unserer Natur kennen und lieben lernen kann. Wäre mir das egal, so würde ich meinen Abfall im Wald liegen lassen oder Plastik im Kamin verbrennen. Ich frage mich, ob Leute, welche dies tun, einfach nicht an die Natur denken oder ob sie ihnen wirklich nichts bedeutet. Ich tendiere eher auf das Erste.
Daniela Hollenstein, LG06Ad
Samstag, 14. März 2009
Ein Spaziergang im Wald
Die Natur hat für mich eine besondere Bedeutung. Egal in welcher Gemütsverfassung ich bin, spendet sie mir Ruhe und Entspannung oder bietet mir vielerlei Möglichkeiten meine Freizeit zu gestalten. Mir wurde heute beim Spaziergang einmal mehr bewusst, dass die Mutter Natur nicht einfach nur ein Nutzen für die Menschen darstellt, sondern auch an Pflege und Sorgfalt bedarf. Ein bewusster Umgang mit der Natur hilft ebenso der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt sich zu entfalten. Auch ich kann mit kleinen Handlungen dazu beitragen (z.B. Abfall im Wald aufsammeln oder Bäumchen pflanzen), um der Natur Sorge zu tragen.
Luxus-Tagebuch
Montag:
Ich bin froh, dass ich warm duschen kann und das jeder Zeit wann immer ich will und wie lange ich will. In Indien musste ich vorher den Boiler anstellen, dass ich warmes Wasser hatte. Aber es konnte auch sein, dass es kein Wasser oder nur dreckiges und kaltes Wasser gab. Obwohl ich mir vorgenommen habe, mir über diesen Luxus des warmen Wassers immer bewusst zu sein, habe ich ihn recht schnell vergessen und erinnere mich heute gerne daran, dass meine tägliche heiße Dusche ein genialer Luxus ist.
Es regnet und eigentlich wollte ich zu Fuss in die PH gehen. Doch weil es regnet und ich mein schweres Notebook zu tragen habe, fahre ich mit dem Auto in die PH. Völlig unnütz, absoluter Luxus. Ich achte immer daruf und ärgere mich, wegen der Umweltverschmutzung, wegen der Benzinkosten und weil mir die Bewegung eigentlich gut tun würde. Aber ich geniesse diesen Luxus.
Ich komme vom Einkauf nach Hause, es ist dämmrig und ich schalte das Licht ein. Es wird hell. Ich bin froh, dass es nicht mehr dunkel ist. Ja, es ist ein riesen Luxus, dass ich jetzt meinen Computer anschalten kann und weiter an meiner Bachelorarbeit arbeiten kann. Wie bin ich froh, dass mein Tag nicht mit dem Sonnenuntergang zu Ende ist. Was für ein Luxus.
Am Morgen stehe ich auf. An meinem Kühlschrank klebt der Post-it: "achtsam wahrnehmen, achtsam leben!" Auch mein Kühlschrank, der ganz sicher nicht die beste Energieklasse hat, ist für mich ein täglicher, unbeachteter Luxus.
Ich geniesse jeden Tag Luxus, der mir nicht mehr bewusst ist. Luxus, der kaum jemandem mehr bewusst ist. Aber es tut gut sich daran zu erinnern, theoretisch ist es einem ja schon bewusst, dass diese ganzen Luxusgüter uns das Leben so viel leichter machen. Ich denke, dass ich auch ohne den Post- it aufmerksam bin, aber nicht in stressigen Zeiten wie jetzt. Aber ich sollte aufmerksamer sein, denn nur wer aufmerksam ist, dem fallen Einsparmöglichkeiten auf.
Donnerstag, 12. März 2009
Achtsam wahrnehmen, achtsam werden
Das erste Thema betrifft unseren Umgang mit dem Computer in der Familie. Dieser läuft bei uns den ganzen Tag, weil bestimmt jede viertel bis halbe Stunde jemand etwas am Computer nachschauen oder erledigen muss. Ich habe mir bis anhin nie richtig überlegt, dass dies eigentlich ein enormer Stromverbrauch ist. So gewöhnt man sich sehr oft an kleine Dinge, die man nicht mehr hinterfragt, da es einfach schon immer so war.
Hingegen ist mir aufgefallen, wie sparsam wir zu Hause mit dem Licht umgehen. Wenn immer wir einen Raum verlassen, löschen wir das Licht und so ist es jeweils wirklich nur dort hell, wo wir uns gerade befinden.
Ein anderer Punkt der mir aufgefallen ist, betrifft die Abfalltrennung. Zu Hause trennen wir diesen sehr streng, in der Öffentlichkeit sehe ich aber immer wieder, dass insbesondere Petflaschen oft im Abfalleimer entsorgt werden. Auch ich mache das oft, und zwar meist aus Gründen der Bequemlichkeit. Wenn man eine Flasche leer getrunken hat, möchte man diese nicht noch so lange mit sich herumtragen, bis man zu Hause ist oder per Zufall an einem Pet-Sammelbehälter vorbeikommt. Deshalb finde ich es sehr gut, dass an der PH ein Pet-Behälter aufgestellt ist und so Abfalltrennung gefördert wird. Was das Altpapier betrifft, wäre an der PH jedoch Verbesserungspotential vorhanden. Sehr oft muss ich ein Notizblatt am Ende der Stunde wegwerfen und entsorge dies jeweils im Abfalleimer statt in einem Altpapierbehälter. Diese findet man in fast keinem Schulzimmer, obwohl der Papierverschleiss an einer solchen Schule bestimmt sehr hoch ist.
Das sind einige Dinge, die mir diese Woche ins Auge gestochen sind. Wenn man einmal etwas genauer hinschaut, fallen einem wirklich viele Dinge bei sich selber und bei andern auf.
Dass man sich von den Negativbeispielen anderer nicht mitziehen lässt und denkt „die andern machen es ja auch so“, finde ich sehr wichtig. Ausserdem sollten wir als Lehrpersonen diese bewusste Wahrnehmung auch bei Kindern fördern, da dies der erste Schritt für eine Veränderung ist.
bewusst wahrnehmen, 2. Versuch
Wenn sich jeder Mensch jeden Augenblickes seines Lebens seiner Gefühle, Gedanken, Handlungen und Taten völlig bewusst wäre, würde dies sicherlich ein ganz grosses Potenzial für Veränderungen schaffen. Wahrscheinlich kämen dann aber auch ganz viele Sachen an die Oberfläche, die Mensch zu verarbeiten hätte - Im ersten Moment zusätzliche Belastungen und Schwierigkeiten - Wer will die schon? Man müsste sein Leben neu ordnen, weil man für alle seine Handlungen auf einmal wirklich, zumindest gedanklich gewissenhaft einstehen müsste.
Meine Erfahrungen in dieser Woche
Vier Tage lang habe ich jetzt versucht, ganz aufmerksam zu leben, mich selber mit all meinen Aspekten, aber auch meine Mitmenschen bewusst wahrzunehmen.
Die erste Entdeckung war, dass man sich in einem Moment vornimmt, ganz achtsam zu sein und im nächsten Moment hat man es schon wieder vergessen. 10min später ertappt man sich dabei, nicht mehr achtsam zu sein. Dann überlege ich auf einmal, ja was heisst denn das überhaupt genau, achtsam zu sein und bewusst wahrzunehmen?
Wenn ich in einer Schulstunde sitze und mich auf mein Gefühl im Körper achte, ist es mir oft passiert, dass ich auf eine Stelle im Körper fokussiert habe, die sich dann aber ganz komisch anfühlt. Vielleicht fühlt sich unser Körper beobachtet, wenn wir ihm auf einmal soviel Beachtung schenken? :) Auf jeden Fall ist er sichs nicht gewohnt.
Bei meinen Mitmenschen hatte ich auf einmal das Gefühl, manchmal zu erraten, was sie sich jetzt gerade so denken. Ich fühlte mich weniger Ich-bezogener. Je achtsamer und aufmerksamer man seinen Mitmenschen gegenüber lebt, desto empathiefähiger ist man wahrscheinlich.
Dienstag, 10. März 2009
Mein Weg von der PH zum Bahnhof Rorschach
Das Wetter spielte am Montag verrückt. Zuerst windete es sehr stark und plötzlich fing es leicht an zu schneien. Die Vögel flogen im Wind umher und freuten sich wohl daran. Als ich auf den See blicken konnte, blieb ich für einen kurzen Moment stehen. Der Himmel war dunkel und grau, nur auf der deutschen Seite des Bodensees vermochten sich die Sonnenstrahlen durchzusetzen. Ich sah nur einen kleinen Teil des Sees, da der Rest vom Nebel eingehüllt wurde. Auf einmal hörte ich ein Flugzeug und darum schaute ich in den Himmel hinauf. Zwei, Dreimal konnte ich einen kurzen Blick auf das Flugzeug erhaschen, dann verschwand es im dichten Nebel. Ich muss meiner Mutter Recht geben. Ein See wirkt im Winter kalt und ungemütlich.
Noch immer finde ich es erstaunlich, dass ich manchmal den gleichen Weg gemacht habe, ohne bewusst wahrzunehmen, wie das Wetter ist. Wenn ich mit anderen laufe und dabei in ein Gespräch verwickelt bin, kann ich es ja noch verstehen. Aber immer montags laufe ich diesen Weg alleine und bin wohl so in meine Gedanken vertieft, dass ich das, was normal ist und immer da ist, nicht wahrnehme. Beim Wetter ist es ja weiter nicht so tragisch, da es mir nicht sehr wichtig ist. Aber beispielsweise die Arbeit meiner Mutter ist auch etwas, was immer da ist und aus diesem Grund keine grosse Beachtung mehr bekommt. Ich möchte in Zukunft wirklich darauf schauen, vor allem im menschlichen Bereich wieder bewusster Dinge wahrzunehmen.
Daniela Hollenstein, LG06Ad
Montag, 9. März 2009
Die Zugfahrt ins Toggenburg
Als ich am Bahnhof in den Zug steigen wollte, ist mir aufgefallen, dass die Reisenden es sehr eilig hatten aus dem Zug zu steigen und die Menge bewegte sich zügig Richtung Unterführung, als ob da unten etwas kostenlos verschenkt würde. Die Menschen, die draussen warteten, konnten es kaum erwarten, bis die alte Dame mit den Krücken endlich den letzten Tritt auf den Perron geschafft hat und stürmen auf die freien Plätze. Wenn ich nun auf die vergangene Woche zurückblicke, fällt mir auf, dass sich dieses Verhalten täglich wiederholt. Liegt es daran, dass wir Menschen heute keine Zeit mehr haben und wir uns deshalb täglich in einen Wettlauf gegen die Zeit begeben?
Auf der Suche nach einem freien Platz bemerkte ich, dass in jedem Viererabteil meist nur eine Person sitzt. Auch ich setzte mich in ein freies Abteil. Ich fragte mich, weshalb wir Schweizer uns im Zug immer alleine hinsetzen? Wäre denn eine Fahrt in Gesellschaft nicht kurzweiliger?
Während der Fahrt sah ich aus dem Fenster und beobachtete die Schneeflocken, welche flink im Zugwind vorbei flitzten. Einige Flocken fanden den Weg zum Boden nicht und verwandelten sich am Zugfenster zu einem Wassertropfen. Ich fragte mich, weshalb es heute wieder schneit, obwohl wir am Wochenende wärmere Temperaturen hatten. Ist es möglich, dass dies eine Auswirkung des Klimawandels ist?
Beim nächsten Halt stieg eine Mutter mit einem kleinen Mädchen zu mir ins Abteil. Das Mädchen jammerte die ganze Zeit, da sie nach einem Stück Schokolade verlangte. Da die Mutter ihr die Schokolade nicht geben wollte, schrie das Mädchen laut auf, worauf sie die Schokolade endlich erhielt. Ist dies die geeignete Methode um ein Kind zu erziehen? Wird dieses Verhalten das Mädchen auch in der Zukunft zum gewünschten Ziel bringen?
Beim nächsten Halt musste ich aussteigen. Auch ich folgte der Menschenmasse in zügigem Tempo zur Unterführung.
Donnerstag, 5. März 2009
Das sind genau diese Sachen, über die man eigentlich nicht nachdenken möchte. Trotzdem "zwinge" ich mich jetzt dazu, über die Reise der Crevetten nachzudenken, die ich so liebend gerne verspeise.
"Aus thailändischer Zucht" steht klein gedruckt irgendwo ein bisschen versteckt auf der Verpackung. Oder rede ich mir nur ein es sei versteckt, könnte also so leicht auch übersehen werden?... Folgende Bilder formen sich in meinen Gedanken: dreckige Gewässerbecken, vollgestopft mit den Tieren (Jaa, die sind nämlich einmal grau gewesen mit Kopf und Augen und Fühlern und Beinen, keine rosaroten Würstchen, wie man sie aus dem Laden kennt). Arbeiter, die den ganzen Tag hier arbeiten und die Crevetten mit Antibiotika-angereichertem Futter füttern um sie in möglichst kurzer Zeit möglichst dick zu kriegen, und trotzdem nichts verdienen. Irgendwo sitzt ein Chef der Zuchtanlage im Büro, kontrolliert den Betrieb, verhandelt mit den Abnehmern und freut sich darüber, soviel des verdienten Geldes in seinen eigenen Sack stecken zu können.
Die Crevetten werden per Fliessband verpackt werden (vielleicht in China?) von Arbeiterinnen, die 10 000 x am Tag die eine selbe Handbewegung machen. Dann geht der Transport weiter, vielleicht direkt nach Europa, wo die Crevetten dann bei uns im Supermarkt landen. So wären sie noch mit dem Flugzeug, dem dazugehörigen Piloten, anderen Transportmenschen, und schliesslich mit dem Lieferanten des Coops, dann mit den Angestellten des Coops und schlussendlich mit mir in Kontakt gekommen - Endstation.
Mittwoch, 4. März 2009
Made in China
In Gedanken habe ich versucht, den Entstehungsprozess und Weg eines T-Shirts zurück zu verfolgen.
Die kleine Etikette „Made in China“, welche oft auf Kleidungsstücken zu sehen ist, zeigt an, dass die Reise in Asien startet. Die Produktion meines T-Shirts findet vermutlich in einer der riesigen Fabrikhallen einer chinesischen Partnerfirma von H&M statt.
Diese Produktionsstätten sammeln sich oft rund um die riesigen Häfen an der chinesischen Küste an, damit die Ware einfach verschifft werden kann und Transportkosten gespart werden können. Dadurch aber sind die chinesischen Arbeiter gezwungen, ihre Heimatdörfer zu verlassen und fernab von ihrem ländlichen Zuhause das Geld für ihre Familien zu verdienen.
Zusammen mit Tausenden von anderen Kleidungsstücken reiste mein T-Shirt auf einem Riesendampfer rund um Indien, durch den Suezkanal, umrundete Spanien, Portugal und Frankreich um schliesslich in einem Hafen wie zum Beispiel Rotterdam anzukommen. Dort wurde der Container mit meinem T-Shirt auf einen Lastwagen umgeladen, der quer durch Deutschland die Schweiz ansteuerte.
So fand es via dem schweizer H&M Verteilzentrum schliesslich den Weg ins Gestell des H&Ms in St.Gallen.
Fassen wir zusammen, wer direkt oder indirekt an der Entstehung und dem Weg meines T-Shirts beteiligt war: Baumwollplantagebesitzer und –Ernter/Ernterinnen, Modedesigner, Arbeitskräfte in den Fabrikhallen Chinas, Hafen- und Schiffspersonal, Lastwagenfahrer, Verkäuferinnen und Verkäufer der Filiale in St.Gallen etc . Diese alle müssen mit den Einnahmen der Kleider bezahlt werden. Dazu kommen noch Infrastrukturen der Firmen, Miete der Verkaufslokale, Werbungen etc., die ebenfalls finanziert werden müssen.
Es scheint mir klar: damit ich mein T-Shirt für einen so tiefen Preis kaufen kann, arbeiten sehr viele Leute für sehr wenig Geld und zu sehr schwierigen Arbeitsbedingungen. Ich finde, wir sind uns dem oft viel zu wenig bewusst. Deshalb finde ich Aktionen wie zum Beispiel die Clean Clothes Campaign (www.cleanclothes.ch) sehr wichtig. Sie setzt sich für die Förderung von unter fairen Bedingungen produzierten Kleidern ein.
Beim nächsten Kleiderkauf werde ich wohl etwas kritischer schauen, woher mein T-Shirt kommt und einen höheren Preis in Kauf nehmen.
Liebe Studierende, ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an Ihrer Diskussion im Blog beteiligen. Ihre bisherigen Einträge lesen sich sehr interessant. Zahlreiche Beispiele aus den Medien unterstützen Ihre kritische Auseinandersetzung mit unserem Thema. Ihre Blogs sind ebenso vielseitig, wie die Nachhaltigkeit selbst unterschiedlichste Themen berührt. Ich möchte den einen oder anderen Aspekt herausgreifen:
Der Fussabdruckauftrag zeigt Ihnen, dass v.a. in den Bereichen Fortbewegung, Ernährung und Wohnen viel Energie und viele Ressourcen eingespart werden können. Sie haben alle festgestellt, dass trotz eines doch bewussten Umgangs mit Energie Ihr – und natürlich auch mein – Resultat sich so zwischen 2-3 Erden einpendelt, d.h. doch recht hoch ist. Wir haben in der Schweiz und in Westeuropa einen gewissen Lebensstandard, in den wir uns einfügen und der schwierig zu umgehen ist – und der sehr ressourcenaufwändig ist. Es macht wohl in diesem Zusammenhang keinen Sinn sich ein schlechtes Gewissen zu machen, aber dennoch können wir mit kleinen Schritten unseren Verbrauch reduzieren. Schauen Sie sich nochmals die Seite von Klima-commitment an, da finden Sie weitere zahlreiche Tipps, die einfach und effektiv umzusetzen sind.
Gerade die Grossverteiler, Migros und Coop, unternehmen mittlerweile viel, die Konsumenten zu einem nachhaltigeren Konsum zu bewegen. Sie haben vielleicht schon festgestellt, dass Coop die Produkte, welche per Flugzeug in die Schweiz importiert werden, speziell kennzeichnet. Ebenso gibt es ein grosses Angebot an lokalen, biologisch produzierten Lebensmitteln. Klar, auch Migros und Coop wollen möglichst viel Geld verdienen und mit Öko und Bio lassen sich nun mal Erfolge erzielen. Ich bin gespannt ob im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen wir uns befinden, nicht wieder zuerst am sozialen und ökologischen Engagement gespart wird, welchem sich in den letzten erfolgreichen Jahren doch viele Firmen verschrieben haben (siehe die zahlreichen CSR-Berichte und Abteilungen, der grossen Schweizer Firmen).
Bis zum nächsten Mal, mit freundlichen Grüssen, Michael Zahner
Montag, 2. März 2009
Der Bio-Apfel im Einkaufsladen

Da ich heute Nachmittag Lust auf einen knackigen, frischen Apfel hatte, ging ich in den Einkaufsladen gleich um die Ecke. Nun stehe ich vor dem Gemüse- und Früchteregal, welches mir eine grosse Auswahl an Äpfeln bietet. Grüne oder rote - kleine oder grosse, da wird eine immense Vielfalt an verschiedenen Äpfeln präsentiert, ich jedoch greife zum Bio-Apfel und begebe mich an die Kasse. Während ich in der langen Schlange stehe, frage ich mich, was wohl mit dem Apfel alles passiert ist, bis er hier, zum Einkaufsladen um die Ecke gelangt ist.
Vor etwa 10 – 15 Jahren wurde der junge Apfelbaum im Kanton Thurgau gepflanzt. Der Bauer pflegte diesen während den Jahren, indem er die Äste von Zeit zu Zeit schnitt und darauf achtete, dass er gut gedeihen konnte.
Im Frühling blühte der Apfelbaum in seiner vollen Pracht und die emsigen Bienen befruchteten die Blüten, damit ein Apfel daraus entstehen konnte. Im Herbst war es dann endlich soweit, der Apfel wurde vom Bauern geerntet und gemeinsam mit vielen anderen Äpfeln mit dem Traktor zum Grossverteiler gebracht. Dieser wiederrum wusch und verpackte die Äpfel, bis sie mit einem Lastwagen zum Einkaufsladen gelangten und nun schön im Obstregal präsentiert werden.
Die Schlange rückt vorwärts und ich bezahle den Apfel an der Kasse. 70 Rappen kostet er.
Ich bin mir natürlich bewusst, dass viele andere Faktoren dazu beigetragen haben, dass ich in diesen Apfel beissen kann. So habe ich zum Beispiel die Mitarbeiter des Bauern und des Einkaufsladens, sowie den Lastwagenchauffeur noch nicht berücksichtig. Zudem müsste natürlich auch die gesamte Infrastruktur (Einkaufsladen, Lastwagen, Traktor, Werkzeuge, etc.) miteinbezogen werden.
Anhand des Transportweges und dem damit verbundenen CO2-Ausstosses ist der Bio-Apfel keineswegs mit einer Mandarine aus Marokko oder der Banane aus Teneriffa zu vergleichen. Obwohl auch die Äpfel aus der Region viel Arbeit für die Bauern bedeuten, bin ich froh zu erkennen, dass nicht jedes Produkt in die Schweiz importiert werden muss.
Wer stellt meine Schokolade her?
Ein grosser Teil der Schokolade besteht aus Kakaobohnen. Diese werden irgendwo in Afrika oder Südamerika angepflanzt und geerntet. Die Kakaobauern verrichten ihre Arbeit bei schwierigen Bedingungen und einem tiefen Lohn. Danach werden sie in Säcke verpackt und in Containerschiffen nach Europa transportiert. In Schokoladenfabriken werden sie von Fabrikarbeitern und Fabrikarbeiterinnen soweit zubereitet, dass später eine Tafel Schokolade daraus gegossen werden kann. Die fertige Ware wird von einem Lastwagenchauffeur / chauffeuse abgeholt und in die Verkaufsläden gebracht. Dort warten dann bereits die Angestellten, um die Schokoladentafeln fein säuberlich in die Regale zu stellen.
Natürlich sind noch weit mehr Menschen auch indirekt an dieser Produktion beteiligt. So braucht es beispielsweise Personen, welche die Maschinen herstellen, um Schokolade produzieren zu können. Die wiederum brauchen Teile von anderen Firmen, damit sie ihre Maschinen herstellen können. Ein gewaltiges Netzwerk, welches hier zusammenarbeitet, ohne dass wir es wirklich merken. Es funktioniert einfach, also fragen wir nicht nach.
Stellen Sie sich nun vor, was passieren würde, wenn keine Schokolade mehr produziert werden würde. Das gäbe eine riesige Kettenreaktion und Menschen würden darunter leiden, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie an diesem Vorgang beteiligt waren.
Karottensaft
Ich liebe Karottensaft. So oft wie möglich kaufe ich meine Lieblingsmarke, denn nicht jeder Karottensaft schmeckt gleich. Um diese speziellen Karottensaft herzustellen, braucht es deshalb als erstes ein Rezept. Vielleicht wurde das Rezept in einer Bauernfamilie über viele Jahre von Generation zu Generation weiter getragen, bis dann ein Bauer angefangen hat, diesen Karottensaft industriell herzustellen. Aber wahrscheinlich hat ein Laborant in einem Labor das Rezept innerhalb weniger Monate ausgetüftelt. Ob Bauer oder Laborant, das Rezept ist da. Um nun den Karottensaft herzustellen müssen Bauern ihre Felder bestellen. Sie kaufen Samen, pflügen das Feld, sähen den Samen aus und hoffen, dass es nicht zu wenig und nicht zu viel regnet. Nach einigen Monaten Wartezeit sind die Karotten reif und werden vom Bauern mittels einer Erntemaschine geerntet. Daraufhin werden sie von einem LKW- Fahrer in die Karottensaftfabrik gefahren und dort gewaschen, geputzt, gepresst und anschliessend in Tetrapacks abgefüllt. Von der Fabrik kommen sie in den Grosshandel und von dort in den Einzelhandel. Schlussendlich kostet der Saft bei Rewe 69 Cent.
Mittwoch, 25. Februar 2009
Satellitenabsturz und Atomkraft
„Klima-Satellit stürzt ins ewige Eis“- 24.02.2009 (http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/02/24/vermischtes/klima_satellit_stuerzt_ins_ewige_eis)
Ein ca. 273 Millionen Dollar teurer Satellit ist vor der Antarktis in das Meer gestürzt. Vermutlich löste sich eine Verschalung, was den Absturz verursachte. „Die Aufgabe des Satelliten wäre es gewesen, die geographische Verteilung von CO2 in der Atmosphäre zu messen und Veränderungen in der CO2-Verteilung zu untersuchen.“ Ralph Basilio vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena gab an, dass der Satellit den Forschern ein komplettes Bild über die CO2-Emissionsquellen liefern, sowie über die Vegetationsgebiete, welche besonders viel CO2 aufnehmen können. Laut der Forscher ist das CO2-Messsystem auf der Erde sehr lückenhaft. Japan hat bereits im Januar einen Satelliten ins All geschossen, der präzise CO2-Messungen an 56'000 Punkten aus 666 Kilometern über der Erde machen soll.
Aus ökologischer Sicht betrachtet denke ich, dass es sinnvoller wäre statt das Meer mit Müll zu füttern, lieber die Japaner nach den Ergebnissen ihrer Messungen zu fragen. So ist der Satellit eine grössere Belastung, als das er einen Nutzen bringt. Dies wäre auch aus ökonomischer Sicht effizienter, denn so liegen Millionen von Doller auf dem Meer und die Japaner haben schon längst die Ergebnisse, die die Amerikaner möchten. Das ist Ressourcenverschwendung ohne gleichen. Aus sozialer Sicht ist es sicherlich gut, möglichst viele Satelliten zu bauen, da dadurch Arbeitsplätze entstehen.
„Atomkraft spaltet Schweiz“ – 24.02.2009 (Tagblatt)
Laut der Umfrage „Perspektive Schweiz“ würden 56% der Schweizer für Strom aus erneuerbaren Energien einen Aufpreis von 20% hinnehmen. 50% möchte andererseits weiterhin Atomkraftwerke betreiben und zusätzliche errichten.
Aus ökologischer Sicht ist Atomstrom sehr umstritten. Einerseits setzten die Atomkraftwerke kein CO2 frei, andererseits sind bis jetzt keine ökologisch vertretbaren Endlager gefunden. Aus ökonomischer Sicht ist Atom sehr preisgünstig. Aus sozialer Sicht würden Atomkraftwerke Arbeitsplätze schaffen allerdings wird vermutet, dass sie mit Leukämie- Fällen in deren nähren Umkreis in Zusammenhang stehen.
Der Nationalrat hat eine Komissionsmotion, die den Vertrieb von Lampen der Effizienzklassen C-G verbieten, gutgeheissen. Diese Motion soll anfangs 2012 mit dem klaren Ziel, stromfressende Glühlampen aus dem Verkehr zu ziehen, in Kraft treten. Damit wird eine Initiative, die verlangt, dass nur noch Stromsparlampen verkauft werden dürfen, umgangen.
Ich habe diesen Artikel ausgewählt, weil mir dabei ein erschreckendes Erlebnis im Hobby Coop im Rickenbach in den Sinn kommt: Ich war mit meiner Mutter zusammen Lampen einkaufen und wir liessen uns von einer Angestellten die verschiedenen Stehlampen Modelle erklären und zeigen. Als es dann um die Auswahl der Glühlampen ging, mussten wir regelrecht um Stromsparlampen kämpfen, da unsere Beraterin strickt der Meinung war, diese würden durch zu häufiges An- und Ausschalten noch viel mehr Strom verbrauchen als normale Glühlampen. Soviel zur Priorität unseres Bildungsauftrags „Nachhaltigkeit“.
„Anbieter sollen Reinigung mitzahlen“ (Tagblatt, 24.02.09)
In diesem Artikel habe ich gelesen, dass seit dem ersten Januar, Personen die in der Stadt St.Gallen Abfall auf den Boden werfen, mit 50.- gebüsst werden können. Das wusste ich schon gar nicht, finde ich an sich eine gute Sache, fragt sich nur, ob das mit der Überprüfung funktioniert?
Drei Kantonsräte wollen jetzt noch weiter gehen, indem sie die Take-Away Betreiber an den Reinigungskosten beteiligen.
Dies ist für mich eine viel effizientere Idee zur allgemeinen Abfallvermeidung, wo auch ein sehr grosses Verbesserungspotenzial vorhanden ist! Vom Take-Away könnte es dann auch gleich weiter in unsere gute Migros gehen, wo man mit einem Fertigsalat gleich seine ganze Tagesration an Abfall abdeckt.
Firmenjets und Sondermüll
Der erste Artikel trägt den Titel „Firmenjets“ und zeigt die Tatsache auf, dass vielen Grosskonzernen der Schweiz jederzeit firmeneigene Flugzeuge zur Verfügung stehen, mit denen sich die Topkader von Geschäftstermin zu Geschäftstermin begeben.
So besitzt etwa Novartis drei Flieger und auch Kaderleute von Roche haben die Möglichkeit, mit einem firmeneigenen Flugzeug zu reisen.
Als Rechtfertigung werden zeitliche Ressourcen genannt, die durch das Reisen mit Firmenjets eingespart werden können.
Daneben gibt es aber auch Firmen, deren Angestellte mit Linienflügen reisen. So zum Beispiel die UBS und Credit Suisse, welche beide Linienflüge benutzen.
Die Tatsache, dass viele Firmen Privatjets zur Verfügung haben, finde ich bedenklich. Fliegen macht einen grossen Teil des CO2-Ausstosses aus. Wenn Kaderleute diverser Unternehmen hier noch ihre Privatflieger haben, ist das für die Umwelt eine zusätzliche Belastung.
Gerade von Personen, die eine hohe Stellung haben und in der Öffentlichkeit stehen, würde ich erwarten, dass sie einen etwas vernünftigeren Umgang mit der Umwelt pflegen und so auch eine Art Vorbildfunktion übernehmen. Diese sollte ihnen auch die Stunden wert sein, die sie mit ihrem Privatjet einsparen könnten.
Im zweiten Artikel „Die Spraydose soll wieder in den Abfallsack“ geht es darum, dass der Bund im November eine Verordnung eingeleitet hat, nach welcher sogenannte nicht rückgabepflichtige Sonderabfälle bis zu 200 Gramm wieder via Kehrichtsack entsorgt werden können, was bisher strafbar war. Dieser Schritt ist bei Kritikern jedoch auf beträchtlichen Widerstand gestossen. Die Umwelt würde dadurch zwar nicht belastet, da die Sonderabfälle nicht wie früher in einem Depot landen, sondern verbrannt werden. Jedoch habe man die Bevölkerung nun über Jahre dazu „erzogen“, Abfall zu trennen. Durch diese Neuregelung würde die ganze Abfalltrennung wieder in Frage gestellt. Auf Grund dieser massiven Kritik ist noch nicht sichergestellt, ob der Vorschlag weitergezogen wird, oder ob man ihn ganz fallen lässt und weiter macht wie bisher.
Ich persönlich bin auch der Ansicht, dass man im Falle einer solchen Neuregelung rückwärts arbeiten und denken würde. Jetzt wo wir in der Schweiz so weit sind, dass Glas, Pet, Aluminium etc. getrennt entsorgt werden, würde eine solche Regelung den Eindruck erwecken, als ob diese Trennung doch nicht von grosser Bedeutung ist. Es geht mir also nicht prinzipiell um die 200 Gramm, mit welchen die Verbrennungsanlagen laut dem Artikel keine Probleme mehr haben, sondern um die grundsätzliche Frage ob Abfalltrennung oder nicht, welche damit bei der Bevölkerung in Frage gestellt werden könnte. Dies könnte in vielen Haushalten zur Folge haben, dass wieder alles im Abfallsack landet, was für die Umwelt eine Belastung wäre.
Dienstag, 24. Februar 2009
Erneuerbare Energie
In Bennau entsteht ein Plusenergiehaus (höchster Minergiestandard). Das Ziel dieses Projektes ist, dass sich dieses Gebäude komplett selbst mit Energie versorgen kann. Es stellt dabei sogar Wärme in Form von Warmwasser und elektrischem Strom zur Verfügung. Auf dem Dach ist eine 220m2 grosse Photovoltaikanlage installiert, welche den Strom produziert. Dies macht im Jahr etwa 28‘000kWh aus. Zusätzlich liefern Solarkollektoren jährlich 30‘000kWh Energie in Form von Wärme (vgl. Toggenburger Tagblatt; 23.02.2009).
Offensichtlich ist es möglich, mit dem heutigen Stand der Technik Gebäude zu bauen, welche nicht nur sich selbst mit Energie versorgen, sondern zugleich auch als eine Art von Kraftwerk fungieren können. Und das bei Baukosten, welche nicht einmal 15% höher sind als bei herkömmlichen Häusern. Dies wirft gezwungenermassen die Frage auf, warum es mit unserer Umweltpolitik nicht möglich ist, solche Gebäude als Standard zu definieren und zur Zeit immer noch konventionelle Heizanlagen eingebaut werden.
Atomkraft spaltet die Schweiz
Gemäss einer Umfrage (Perspektive Schweiz des Vereins Vernunft Schweiz) ist der grösste Teil der Schweizer Bevölkerung bereit, die Stromlücke mit Energiesparmassnahmen zu schliessen. Über die Hälfte (56%) der 20‘903 befragten Personen würden einen Aufpreis von 20% für Strom aus erneuerbaren Energien bezahlen. Trotzdem würden 50% weiterhin Atomkraftwerke befürworten (vgl. Toggenburger Tagblatt; 24.02.2009).
Ich finde es schade, dass die Schweizer Bevölkerung wahrscheinlich nur die Atomkraftwerke aus finanziellen Aspekten befürwortet. Zusätzlich muss man bedenken, dass uns der Energieträger für Atomkraftwerke (Uran) nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen wird und deshalb nicht nachhaltig sein kann.
Artikel zum Thema Nachhaltige Entwicklung
In diesem Artikel ist die Rede vom ersten Mehrfamilienhaus der Schweiz, welches mehr Energie produziert, als es selber benötigt. Das heisst, dieses Haus versorgt sich selbst. Zudem produziert es aber noch überschüssiges Warmwasser, welches an Nachbargebäude abgeben wird und Ökostrom, welcher ins Netz der Gemeinde fliesst. Jährlich werden so 12’000 Liter Heizöl eingespart.
Nachdem ich all dies gelesen hatte, nahm ich an, dass die Kosten für dieses Haus enorm sein mussten. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt. Die Baukosten sind nicht einmal 15 Prozent höher als bei einem Standardhaus, welches mit einer konventionellen Heizung ausgerüstet ist. Ich denke, dass diese Mehrkosten schnell wieder wettgemacht werden können und es sich darum lohnt, in einem solchen Haus zu wohnen.
Die 5 ½ - Zimmer - Wohnungen in Bennau werden für einen Preis zwischen 2400 und 2700 Franken, inklusive Nebenkosten, vermietet.
Jugendliche als Energiesparer, Artikel aus dem St. Galler Tagblatt vom 19. Februar 2009
Der Artikel informiert über das erste Swiss – Talent – Forum von „Schweizer Jugend forscht“, welches im Januar in Thun stattfand. 126 Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren aus ganz Europa suchten nach Lösungen, um der Energiekrise Einhalt zu gebieten. In 12 Gruppen diskutierten die Jugendlichen über die Problematik und gelangen zu 700 Lösungsansätzen. Einige davon möchte ich hier nennen: Steuerbegünstigungen für Firmen, welche in die Energieforschung investieren, reduzierte Parkgebühren für Hybrid – Autos, Energiesparlampen einsetzen.
Ich finde es wichtig, dass gerade Jugendliche sich mit diesem Thema befassen, da sie die Zukunft unserer Gesellschaft sind. Zudem fördert dieses Forum den Austausch unter Jugendlichen aus verschiedenen Ländern. So hören sie, was in anderen Ländern gemacht wird und können je nachdem einige Ansätze auf die Schweiz übertragen. Natürlich können auch andere Länder von unseren Ansätzen profitieren.
Donnerstag, 19. Februar 2009
ökologischer Footprint
Beim footprint habe ich unterdurchschnittlich viel Energie verbraucht. Der CO2- Rechner hat ähnliches ergeben. Allerdings wusste ich nicht genau, wie viel mein Auto verbraucht, was mir bei Footprint erleichtert wurde, indem „Kleinwaagen“ zur Auswahl stand. Die anderen Fragen haben sich sehr geähnelt, zumindest die Kategorien waren gleich. Ich hatte zwar erwartete, dass ich weniger CO2 verbrauche als der Durchschnitt, da ich bewusst lebe, dennoch hat mich erschreckt, dass wir 1,9 Planeten bräuchten um alle Ressourcen zu decken, wenn alle Menschen so leben würden wie ich. Das ist keine gute Aussicht, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mir sehr viel Gedanken über meinen Energieverbrauch mache. Ich kaufe innerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten BIO und schalte meine Elektrogeräte über Nacht aus. Wie viel Energie verbrauchen die Menschen, die sich nicht so viel Gedanken machen? Trotz bewusster Lebensweise muss ich Verbesserungen vornehmen. Das kann ich vor allem im Bereich Mobilität. Allein dadurch, dass ich meine Eltern nach spätestens zwei Monaten wieder sehen möchte, verursache ich einen enormen CO2- Ausstoss. Schliesslich lege ich so im Jahr mindestens 8400 km zurück, und das nicht immer umweltfreundlich mit der Bahn. Das Problem behebt sich ab Juli allerdings von selbst. Aber auch den Weg zur PH könnte ich durchaus öfters zu Fuss gehen, auch wenn ich viel zu tragen habe und es furchtbar kalt ist. Um diese kleinen Faulheiten aufzudecken, finde ich den CO2- Rechner oder Footprint gut. Sie zeigen auf, wo man sich selbst noch etwas vormacht. Schade fand ich, dass ich nur wenig Einfluss darauf nehmen kann, wie mein Vermieter dämmt, welche Energieeffizientsklasse die Elektrogeräte haben, die er einbaut oder wie er heizt. Ich denke hier hätte sowohl mein Vermieter sehr viel Potential als auch ich, wenn ich dann mal ein eigenes Haus habe.
Mein Footprint sind 2.3 Welten und mein CO2 Verbrauch 5 Tonnen. Ich liege in beiden Tests unter dem Schweizer Durchschnitt, trotzdem habe ich insgeheim auf bessere Resultate gehofft. Es ist erschreckend zu hören, dass man beim eigenen Lebensstil 2.3 "Welten" verbrauchen würde und dass trotz den vielen guten Sachen, die man meint, für die Umwelt zu tun. Es gibt mir zu denken und spornt mich an, in den möglichen Bereichen wieder bewusster zu agieren und zu walten.
Ich glaube ich habe beim CO2 Test verhältnismässig besser abgeschlossen als beim Footprint. Beim CO2 Test hat das Wohnen (Isolierung des Hauses, Heizung, Wassersparer, Kühlschrank, Wäschetrocknen, usw) viel ausgemacht. In dem sind wir zu Hause stark und da konnte ich ein bisschen punkten. Im Footprint waren es allgemeinere und mehr gestreute Fragen. Es ist auch der kürzere Test und man hat manchmal nicht die Möglichkeit für so differenzierte Antworten wie beim CO2 Test. Beim CO2 Test sah man auch die Resultate von den Bereichen Fortbewegung, Wohnen und Essen / Kochen. Beim Footprint sieht man nur das Endresultat, ohne entsprechende Differenzierung. So finde ich, hat man beim CO2 Test eine viel exaktere Einsicht in die eigenen "Problemzonen".
Meine Verbesserungspotenziale liegen bei der Fortbewegung und bei der Ernährung. Aus Kosten und Faulheitsgründen achte ich mich nicht immer auf das Bio-Label, was scheinbar einen ziemlich hohen Einfluss auf das Resultat des CO2 Tests hatte. Dies ist auch genau der Punkt, auf den ich mich wieder vermehrt achten möchte und auch ein paar Franken mehr in Kauf nehmen möchte.
Im Bereich Fortbewegung sind die Veränderungen, solange ich noch an der PH beschäftigt bin, schwieriger. Aus regional-geografischen Gründen bin ich aufs Auto angewiesen, um den Bahnhof zu erreichen. Und auch den restlichen Weg mit dem Zug zur PH und wieder zurück kann ich leider nicht kürzen. Wenn ich im Sommer in die Stadt ziehe habe ich kein Auto mehr und mein Arbeitsplatz wird hoffentlich auch per Velo oder per kurze Busfahrt gut erreichbar sein. So hoffe ich, mich längerfristig auch in diesem Punkt zu verbessern.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Persönlicher ökologischer Fussabdruck
Es wurde mir dadurch bei beiden bewusst, dass es viele kleine Dinge im Alltag sind, auf die es ankommt und die man zum Teil mit nur etwas Wille sofort umsetzen kann. Zudem habe ich gemerkt, dass mein Lebensstil nicht so umweltfreundlich ist, wie ich es bis anhin gedacht habe. Würden alle Menschen so leben wie ich, so würden 2.5 Planeten gebraucht, um die Ressourcen zu decken.
Auf der einen Seite gibt mir dieses Ergebnis zu denken, auf der anderen Seite sind es auch viele Dinge, die ich nicht ändern kann oder möchte. Der CO2-Test hat gezeigt, dass bei mir hauptsächlich die Flugstunden zum hohen Ergebnis geführt haben, obwohl ich durchschnittlich nur einmal im Jahr ins Flugzeug steige. Auf diese Ferien in fernen Ländern möchte ich nicht verzichten. Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat ebenso einen hohen Wert erreicht, den ich aber nicht reduzieren kann, da ich irgendwie vom Toggenburg nach Rorschach gelangen muss. Ich möchte meinen Blick aber vor allem auf Dinge werfen, in denen ich etwas ändern kann und werde deshalb umso mehr versuchen, in kleinen Dingen auf einen umweltfreundlichen Umgang zu achten. So zum Beispiel, wenn es ums Heizen geht. In meinem Zimmer heize ich immer sehr stark. Das möchte ich in Zukunft etwas reduzieren und stattdessen einen Pullover mehr anziehen. Ebenso werde ich beim Einkaufen wieder vermehrt darauf achten, BIO-Produkte zu kaufen, was ich bisher nur teilweise gemacht habe. Die Vorschläge, welche mir beim CO2-Test gemacht wurden, sind mit hohen Kosten verbunden (Solarenergie, Heizung mit Fernwärme aus Biomasse) und werde ich deshalb als Studentin noch nicht umsetzen können. Falls ich einmal ein eigenes Haus bauen werde, sind dies aber bestimmt Punkte, über die ich mich vorher informieren werde.
So weit ist es also gekommen...
Ich habe meinen ökologischen Fussabdruck berechnet und bräuchte 1.9 Erden. Damit wäre ich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 2.9 Erden. Trotzdem aber hat es mich nachdenklich gestimmt. Wie kann das überhaupt weiter gehen? Wenn ich mit anderen Personen vergleiche, dann brauchen alle mehr als eine Erde. Wir Schweizer bemühen uns zwar, in dieser Richtung etwas zu unternehmen, sind aber noch lange nicht am Ziel angelangt.
Die Co2 – Berechnung war mit 6, 8 Tonnen relativ tief. Trotzdem habe ich auch hier wieder gemerkt, welche Einsparungen möglich wären. Vor allem im Bereich „wohnen“ gäbe es Verbesserungspotential. Da ich aber noch zu Hause lebe, habe ich mich nie wirklich damit befasst, da meine Eltern sich um alles kümmern.
Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?
Die Co2 Befragung war meiner Meinung nach aufschlussreicher, da das Ganze in die drei Bereiche Wohnen, Ernährung und Mobilität unterteilt wurde. Dadurch sieht jede/r sofort, in welchem Bereich er/sie sich verbessern kann.
Beim ökologischen Fussabdruck wird einem jedoch direkt aufgezeigt, wie verschwenderisch wir mit unserer Erde umgehen. Es ist jedem sofort klar, dass wir nur eine Erde haben und es irgendwann nicht mehr aufgehen kann. Bei der Co2 – Befragung ist die Angabe in Tonnen nicht wirklich vorstellbar.
Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?
Mein Verbesserungspotential liegt ganz klar im Bereich „Wohnen“. Ich werde darauf achten, dass die Audio – Geräte im ganzen Haus nicht nur auf Stand – by sondern ganz ausgeschalten werden. Der ganze Wandel hin zu Ökostrom oder Solarenergie ist ein etwas schwierigeres Unterfangen, da hier Geld eine grosse Rolle spielt. Nicht jeder Haushalt kann es sich leisten, von heute auf morgen das ganze Haus umweltfreundlicher zu gestalten. Trotzdem ist es aber wichtig, sich darüber Gedanken zu machen und allfällige Neuerungen darauf auszurichten.
Dienstag, 17. Februar 2009
Mein ökologischer Fussabdruck
Als ich die Resultate vom ökologischen Fussabdruck und des CO2-Rechners verglichen habe, fiel mir sofort auf, dass das Resultat des ökologischen Fussabdruckes besser verständlich ist, da beim CO2-Rechner das Resultat nur als eine Gewichtsangabe des Treibhausgas-Austosses (6.5 t) angegeben wurde. Für mich war es deshalb schwierig, mir etwas unter diesem Ergebnis vorzustellen und die daraus resultierenden Konsequenzen zu verstehen.
Ich denke jeder Mensch kann etwas dazu beitragen seinen Lebensstil in Bezug auf den CO2-Verbrauch zu verändern. Meine Verbesserungspotenziale liegen darin, dass ich zum Beispiel vermehrt mit der Bahn anstatt dem Flugzeug in die Ferien reise und dass ich darauf achte, die elektrischen Geräte und Lampen jeweils ganz auszuschalten bevor ich einen Raum oder das Haus verlasse.
Die beiden Befragungen machen an sich Sinn, denn so überlegt sich jeder einmal, was er/sie zur Verbesserung der Umwelt beitragen kann.