Samstag, 14. März 2009

Ein Spaziergang im Wald

Heute entschloss ich mich, einen Spaziergang in unseren Wald zu machen. Auf dem Weg zum Bächlein, nahm ich die kleinen Tannen, welche wir vor etwa 15 Jahren gepflanzt haben, bewusst wahr. Dabei fiel mir auf, dass diese im Verhältnis zu den anderen Tannen im Wald sehr klein erscheinen. Am Bachufer blühten bereits die ersten Schneeglöckchen in ihrer vollen Pracht. Das klare Wasser im Bach nimmt plätschernd seinen Lauf. Als ich dem Bächlein entlang spazierte, fiel mir ein, dass dessen Wasser in meiner Kindheit stets etwas rostfarbig war, da ein Teil des Waldes vor mehreren Generationen als Abfalldeponie genutzt wurde. Das Bächlein mündete in einen kleinen Weiher. Die Oberfläche ist mit Schmutz bedeckt. Am Ufer des Weihers entdecke ich ein durchlöchertes Boot, welches früher zur Reinigung des Weihers benutzt wurde. Ich kann mich gut daran erinnern, wie schön und idyllisch dieses Naturgebiet einst war. Ich setzte mich auf einen Bank am Ufer und schloss die Augen um die Musik des Waldes auf mich wirken zu lassen.

Die Natur hat für mich eine besondere Bedeutung. Egal in welcher Gemütsverfassung ich bin, spendet sie mir Ruhe und Entspannung oder bietet mir vielerlei Möglichkeiten meine Freizeit zu gestalten. Mir wurde heute beim Spaziergang einmal mehr bewusst, dass die Mutter Natur nicht einfach nur ein Nutzen für die Menschen darstellt, sondern auch an Pflege und Sorgfalt bedarf. Ein bewusster Umgang mit der Natur hilft ebenso der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt sich zu entfalten. Auch ich kann mit kleinen Handlungen dazu beitragen (z.B. Abfall im Wald aufsammeln oder Bäumchen pflanzen), um der Natur Sorge zu tragen.

5 Kommentare:

  1. Jawohl! Pflanzen wir Bäume! Ich habe da ein Gingko-Bäumchen, das ich im Frühjahr setzen möchte. Bewegen wir uns nicht in einem immer wiederkehrenden Zyklus? Unser aller Tun wirft Wellen - ob im Guten oder im Schlechten! Komm! Pflanze auch Bäume und sei ansteckend mit deinen Gedanken!

    AntwortenLöschen
  2. Für mich ist die Natur auch ein Ort der Ruhe und Entspannung. Gerade durch diesen Auftrag wurde es mir wieder bewusst, dass ich viel zu wenig in die Natur gehe. Jedes Mal wenn ich draussen war in der Natur, fühle ich mich nachher aufgetankt. Wenn ich drassen in der Natur war, nehme ich mir vor, wieder öfters zu gehen. Doch leider geht dieser Gedanke im Alltag so schnell wieder unter....

    AntwortenLöschen
  3. Wie man in deinen Schilderungen erkennen kann, hat das Wasser nicht umsonst seit jeher eine beruhigende Wirkung auf den Menschen. Ich spaziere auch fast täglich zu einem kleinen Weiher. Dort lehne ich mich an den Zaun, der den Weiher umgibt und entspanne mich, indem ich einfach ein wenig ins Wasser starre. Bis jeweils das Schwan-Männchen kommt. Es wohnt nämlich ein Schwan-Päarchen im Weiher und das Männchen hängt immer riesig den Macker vor seiner Alten raus, wenn jemand zu nah an den Weiher kommt. So versucht er immer, einen mit dem Schnabel zu schnappen. Als ich das noch nicht gewusst habe, bin ich mächtig verschrocken! Ich lehne mich friedlich an den Zaun, als plötzlich dieser schlangenähnliche Hals nach vorne geschossen kommt und mich beissen will. Ich habe Schwäne schon immer gehasst, aber seit da hasse ich sie noch viel mehr. Einmal habe ich den Schwan auch an seinem Kopf gepackt. Das kann man, man muss einfach genug schnell zugreifen. Dann hat er sich bewegungslos auf den Boden geduckt, während ich immer noch seinen Kopf in der Hand hielt. Da hab ich ein bisschen auf ihn eingeredet, er solle mich endlich in Ruhe lassen, ich hasse ihn zwar, tue im aber nix, wenn er mir auch nix tut. Dann habe ich ihn wieder frei gelassen und er ist ins Wasser gehüpft. Da hat er sich zuerst mal 5 Minuten lang gewaschen und durchgeschüttelt. So dreckig waren meine Hände doch gar nicht!? Auf jeden Fall hat das mit der Kommunikation zwischen uns nicht so recht geklappt und er will mich immer noch jedes Mal beissen, wenn ich am Zaun stehe.
    Langer Rede, kurzer Sinn: Obacht vor Schwänen, aber sich nicht alles bieten lassen und sie notfalls am Kopf packen und zeigen, wer hier der Boss ist!

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Bernadette

    Auch für mich ist die Natur ein Ort der Ruhe und Entspannung. Trotzdem aber frage ich mich, wie lange wir diese Schönheit noch erleben dürfen?! Wir haben schon einiges verbessert, so auch, dass wir den Wald nicht mehr als Abfalldeponie benutzen. Du beschreibst ja die direkten Auswirkungen in deinem Blog ganz konkret. Aber reicht das? Ich denke nicht. Um die heutige Artenvielfalt retten zu können, müssen wir noch viel mehr tun. Ein Umdenken muss stattfinden, ansonsten geht viel verloren. Wenn ich mir vorstelle, was dann alles nicht mehr möglich sein würde, stimmt mich das sehr traurig.

    Liebe Grüsse Daniela Hollenstein, LG06Ad

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Bernadette
    Auch ich hole meine Energie im Wald. Er ist ein Ort der Ruhe und Entspannung.
    Mit meinem kleinen Sohn versuche ich so oft wie Möglich in den Wald zu gehen und ihm die Möglichkeit geben mit Ästen, Steinen, Laub,… zu spielen. Es ist spannend zu Beobachten, wie selbständig er im Wald spielt. Immer wieder entdeckt er etwas Neues.
    Ich bin froh, dass ich durch den Kleinen einen Grund habe, über längere Zeit in der Natur zu sein. Sonst wäre ich sehr wahrscheinlich viel mehr in der Wohnung um allfällige Arbeiten im Haushalt zu erledigen, für die Schule zu arbeiten oder einfach mal vor den Fernseher sitzen.

    Petra Oberholzer, LG06D

    AntwortenLöschen