Den persönlichen ökologischen Fussabdruck und CO2-Ausstoss zu „messen“, fand ich eine gute Sache. Der CO2-Test war für mich etwas aufschlussreicher, da ich genau gesehen habe, wie sich das Ergebnis zusammensetzt und in welchen Bereichen ich mich verbessern müsste. Inhaltlich haben sie jedoch dieselben drei Themen angesprochen: Wohnen, Ernährung und Mobilität.
Es wurde mir dadurch bei beiden bewusst, dass es viele kleine Dinge im Alltag sind, auf die es ankommt und die man zum Teil mit nur etwas Wille sofort umsetzen kann. Zudem habe ich gemerkt, dass mein Lebensstil nicht so umweltfreundlich ist, wie ich es bis anhin gedacht habe. Würden alle Menschen so leben wie ich, so würden 2.5 Planeten gebraucht, um die Ressourcen zu decken.
Auf der einen Seite gibt mir dieses Ergebnis zu denken, auf der anderen Seite sind es auch viele Dinge, die ich nicht ändern kann oder möchte. Der CO2-Test hat gezeigt, dass bei mir hauptsächlich die Flugstunden zum hohen Ergebnis geführt haben, obwohl ich durchschnittlich nur einmal im Jahr ins Flugzeug steige. Auf diese Ferien in fernen Ländern möchte ich nicht verzichten. Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat ebenso einen hohen Wert erreicht, den ich aber nicht reduzieren kann, da ich irgendwie vom Toggenburg nach Rorschach gelangen muss. Ich möchte meinen Blick aber vor allem auf Dinge werfen, in denen ich etwas ändern kann und werde deshalb umso mehr versuchen, in kleinen Dingen auf einen umweltfreundlichen Umgang zu achten. So zum Beispiel, wenn es ums Heizen geht. In meinem Zimmer heize ich immer sehr stark. Das möchte ich in Zukunft etwas reduzieren und stattdessen einen Pullover mehr anziehen. Ebenso werde ich beim Einkaufen wieder vermehrt darauf achten, BIO-Produkte zu kaufen, was ich bisher nur teilweise gemacht habe. Die Vorschläge, welche mir beim CO2-Test gemacht wurden, sind mit hohen Kosten verbunden (Solarenergie, Heizung mit Fernwärme aus Biomasse) und werde ich deshalb als Studentin noch nicht umsetzen können. Falls ich einmal ein eigenes Haus bauen werde, sind dies aber bestimmt Punkte, über die ich mich vorher informieren werde.
Mittwoch, 18. Februar 2009
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Hallo Rahel
AntwortenLöschenIch hatte ein ähnliches Resultat wie du und auch ich war erstaunt darüber. Ich dachte immer, dass ich schon viel dazu beitrage, wenn ich öffentliche Verkehrsmittel benutze, das Licht ausschalte, wenn ich einen Raum verlasse, Abfall trenne etc. Aber scheinbar ist das noch nicht genug. An einzelnen Punkten können wir im Moment einfach nichts ändern. Also bei mir ist dies zum Beispiel der Punkt mit dem Energiehaushalt. Unser Haus hat eine sehr alte Heizung und diese ist nicht wirklich umweltfreundlich.
Auf das Reisen möchte ich auch nicht verzichten. Ich denke aber auch, dass dies auch nicht den grössten Teil ausmachen kann. Ich reise im Jahr vielleicht 1-2 Mal und so etwas kann man sich auch nicht nehmen lassen. Die Welt zu entdecken ist schliesslich etwas Schönes und aufregendes.
Es ist schön zu sehen, dass du dir einige Gedanken darüber gemacht hast, wie du in Zukunft, der Umwelt noch besser Sorge tragen kannst.
Liebe Grüsse Annina Grämiger LG06Ac
Liebe Rahel und Annina
AntwortenLöschenAuch ich war eher erschrocken über meine Resultate, man schätzt sich sehr gerne besser ein, als man ist. Ich denke es ist daher sehr gut, dass man erkennt, dass man trotz allen guten Absichten einfach zu verschwenderisch oder zu verschmutzerisch lebt. Ich stimme mit euch überein, dass es Bereiche gibt, die zu ändern man nicht in der Lage ist oder die man nicht ändern will. Summiert man diese Punkte, die man nicht ändern will oder kann auf die Menschheit, werden wir wohl leider auf keinen grünen Punkt mehr kommen. Denn wir können die Entwicklungen und Errungenschaften der Menschheit, unserer Gesellschaft nicht mehr rückgängig machen. Dies sind erschreckende Worte - Ich hoffe ich liege falsch in meiner provokativen Äusserung.
Hallo ihr drei,
AntwortenLöschenmir ging das ganz genauso. Da glaubt man ganz toll in diesen ganzen ökologischen Dingen zu sein, und dann stellt man fest, dass man gerade mal ein bisschen unter dem Durchschnitt liegt, obwohl man sich doch so viel Gedanken darüber macht. Ich verstehe gut, dass Rahel nicht aufs Reisen verzichten will. Es ist zwar kein ökologischer Beitrag, aber ein sozialer den man leistet, wenn man in fremde Länder fährt und mit mehr Bewusstsein für andere Kulturen zurück kommt. Seit ich gesehen habe wie unwürdig Menschen in andern Ländern behandelt werden, für die Produktion von Kleidung zum Beispiel, überlege ich mir genau ob ich mir nicht doch lieber ein etwas teureres T-Shirt kaufe mit Bio- und Transfair- Baumwolle, als ein 5- Euro-H&M- Shirt.
Grüezi Rahel
AntwortenLöschenDu hast es richtig angesprochen - diese vielen kleinen Dinge, die uns im Alltag (oft auch unbewusst) begleiten und schlussendlich doch zu einem Grossen zusammengetragen werden. Mir geht es genau gleich wie dir!Es gibt Sachen die ich nach diesen Tests wieder bewusster Umsetzen möchte - und auch werde. Andererseits haben wir Bedürfnisse und Wünsche (wie die Ferien, die du angesprochen hast) die wir uns dank unserem Luxus leisten können - und auch ab und zu dürfen! Mir fällt es zum Teil besonders schwer, auf gewisse Dinge zu verzichten, indem andere Menschen keinen Augenbilick an die Umwelt und ihre Zukunft denken!Ich frage mich dann immer, wass ich als einzelner Mensch bewirken kann? Ich glaube aber, dass wir nicht mit dem Vergleichen beginnen dürfen, sondern unseren eigenen Vorstellungen von einer gesunden, sauberen, "zunkunftspositiven" Umwelt folgen.