Mittwoch, 25. Februar 2009

Satellitenabsturz und Atomkraft

„Klima-Satellit stürzt ins ewige Eis“- 24.02.2009 (http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/02/24/vermischtes/klima_satellit_stuerzt_ins_ewige_eis)

Ein ca. 273 Millionen Dollar teurer Satellit ist vor der Antarktis in das Meer gestürzt. Vermutlich löste sich eine Verschalung, was den Absturz verursachte. „Die Aufgabe des Satelliten wäre es gewesen, die geographische Verteilung von CO2 in der Atmosphäre zu messen und Veränderungen in der CO2-Verteilung zu untersuchen.“ Ralph Basilio vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena gab an, dass der Satellit den Forschern ein komplettes Bild über die CO2-Emissionsquellen liefern, sowie über die Vegetationsgebiete, welche besonders viel CO2 aufnehmen können. Laut der Forscher ist das CO2-Messsystem auf der Erde sehr lückenhaft. Japan hat bereits im Januar einen Satelliten ins All geschossen, der präzise CO2-Messungen an 56'000 Punkten aus 666 Kilometern über der Erde machen soll.

Aus ökologischer Sicht betrachtet denke ich, dass es sinnvoller wäre statt das Meer mit Müll zu füttern, lieber die Japaner nach den Ergebnissen ihrer Messungen zu fragen. So ist der Satellit eine grössere Belastung, als das er einen Nutzen bringt. Dies wäre auch aus ökonomischer Sicht effizienter, denn so liegen Millionen von Doller auf dem Meer und die Japaner haben schon längst die Ergebnisse, die die Amerikaner möchten. Das ist Ressourcenverschwendung ohne gleichen. Aus sozialer Sicht ist es sicherlich gut, möglichst viele Satelliten zu bauen, da dadurch Arbeitsplätze entstehen.


„Atomkraft spaltet Schweiz“ – 24.02.2009 (Tagblatt)

Laut der Umfrage „Perspektive Schweiz“ würden 56% der Schweizer für Strom aus erneuerbaren Energien einen Aufpreis von 20% hinnehmen. 50% möchte andererseits weiterhin Atomkraftwerke betreiben und zusätzliche errichten.

Aus ökologischer Sicht ist Atomstrom sehr umstritten. Einerseits setzten die Atomkraftwerke kein CO2 frei, andererseits sind bis jetzt keine ökologisch vertretbaren Endlager gefunden. Aus ökonomischer Sicht ist Atom sehr preisgünstig. Aus sozialer Sicht würden Atomkraftwerke Arbeitsplätze schaffen allerdings wird vermutet, dass sie mit Leukämie- Fällen in deren nähren Umkreis in Zusammenhang stehen.

„Alte Glühlampen bald verboten“ (Tagblatt, 25. 02. 09)

Der Nationalrat hat eine Komissionsmotion, die den Vertrieb von Lampen der Effizienzklassen C-G verbieten, gutgeheissen. Diese Motion soll anfangs 2012 mit dem klaren Ziel, stromfressende Glühlampen aus dem Verkehr zu ziehen, in Kraft treten. Damit wird eine Initiative, die verlangt, dass nur noch Stromsparlampen verkauft werden dürfen, umgangen.
Ich habe diesen Artikel ausgewählt, weil mir dabei ein erschreckendes Erlebnis im Hobby Coop im Rickenbach in den Sinn kommt: Ich war mit meiner Mutter zusammen Lampen einkaufen und wir liessen uns von einer Angestellten die verschiedenen Stehlampen Modelle erklären und zeigen. Als es dann um die Auswahl der Glühlampen ging, mussten wir regelrecht um Stromsparlampen kämpfen, da unsere Beraterin strickt der Meinung war, diese würden durch zu häufiges An- und Ausschalten noch viel mehr Strom verbrauchen als normale Glühlampen. Soviel zur Priorität unseres Bildungsauftrags „Nachhaltigkeit“.

„Anbieter sollen Reinigung mitzahlen“ (Tagblatt, 24.02.09)

In diesem Artikel habe ich gelesen, dass seit dem ersten Januar, Personen die in der Stadt St.Gallen Abfall auf den Boden werfen, mit 50.- gebüsst werden können. Das wusste ich schon gar nicht, finde ich an sich eine gute Sache, fragt sich nur, ob das mit der Überprüfung funktioniert?
Drei Kantonsräte wollen jetzt noch weiter gehen, indem sie die Take-Away Betreiber an den Reinigungskosten beteiligen.
Dies ist für mich eine viel effizientere Idee zur allgemeinen Abfallvermeidung, wo auch ein sehr grosses Verbesserungspotenzial vorhanden ist! Vom Take-Away könnte es dann auch gleich weiter in unsere gute Migros gehen, wo man mit einem Fertigsalat gleich seine ganze Tagesration an Abfall abdeckt.

Firmenjets und Sondermüll

Ich habe mich dafür entschieden, in meinem Blog zwei Negativmeldungen aufzugreifen, die mir im Bezug auf Nachhaltigkeit als relevant erscheinen. Beide habe ich im Tagesanzeiger vom Samstag, 21. Februar 2009 gelesen.
Der erste Artikel trägt den Titel „Firmenjets“ und zeigt die Tatsache auf, dass vielen Grosskonzernen der Schweiz jederzeit firmeneigene Flugzeuge zur Verfügung stehen, mit denen sich die Topkader von Geschäftstermin zu Geschäftstermin begeben.
So besitzt etwa Novartis drei Flieger und auch Kaderleute von Roche haben die Möglichkeit, mit einem firmeneigenen Flugzeug zu reisen.
Als Rechtfertigung werden zeitliche Ressourcen genannt, die durch das Reisen mit Firmenjets eingespart werden können.
Daneben gibt es aber auch Firmen, deren Angestellte mit Linienflügen reisen. So zum Beispiel die UBS und Credit Suisse, welche beide Linienflüge benutzen.

Die Tatsache, dass viele Firmen Privatjets zur Verfügung haben, finde ich bedenklich. Fliegen macht einen grossen Teil des CO2-Ausstosses aus. Wenn Kaderleute diverser Unternehmen hier noch ihre Privatflieger haben, ist das für die Umwelt eine zusätzliche Belastung.
Gerade von Personen, die eine hohe Stellung haben und in der Öffentlichkeit stehen, würde ich erwarten, dass sie einen etwas vernünftigeren Umgang mit der Umwelt pflegen und so auch eine Art Vorbildfunktion übernehmen. Diese sollte ihnen auch die Stunden wert sein, die sie mit ihrem Privatjet einsparen könnten.

Im zweiten Artikel „Die Spraydose soll wieder in den Abfallsack“ geht es darum, dass der Bund im November eine Verordnung eingeleitet hat, nach welcher sogenannte nicht rückgabepflichtige Sonderabfälle bis zu 200 Gramm wieder via Kehrichtsack entsorgt werden können, was bisher strafbar war. Dieser Schritt ist bei Kritikern jedoch auf beträchtlichen Widerstand gestossen. Die Umwelt würde dadurch zwar nicht belastet, da die Sonderabfälle nicht wie früher in einem Depot landen, sondern verbrannt werden. Jedoch habe man die Bevölkerung nun über Jahre dazu „erzogen“, Abfall zu trennen. Durch diese Neuregelung würde die ganze Abfalltrennung wieder in Frage gestellt. Auf Grund dieser massiven Kritik ist noch nicht sichergestellt, ob der Vorschlag weitergezogen wird, oder ob man ihn ganz fallen lässt und weiter macht wie bisher.

Ich persönlich bin auch der Ansicht, dass man im Falle einer solchen Neuregelung rückwärts arbeiten und denken würde. Jetzt wo wir in der Schweiz so weit sind, dass Glas, Pet, Aluminium etc. getrennt entsorgt werden, würde eine solche Regelung den Eindruck erwecken, als ob diese Trennung doch nicht von grosser Bedeutung ist. Es geht mir also nicht prinzipiell um die 200 Gramm, mit welchen die Verbrennungsanlagen laut dem Artikel keine Probleme mehr haben, sondern um die grundsätzliche Frage ob Abfalltrennung oder nicht, welche damit bei der Bevölkerung in Frage gestellt werden könnte. Dies könnte in vielen Haushalten zur Folge haben, dass wieder alles im Abfallsack landet, was für die Umwelt eine Belastung wäre.

Dienstag, 24. Februar 2009

Erneuerbare Energie

Wohnhaus mit Energieüberschuss
In Bennau entsteht ein Plusenergiehaus (höchster Minergiestandard). Das Ziel dieses Projektes ist, dass sich dieses Gebäude komplett selbst mit Energie versorgen kann. Es stellt dabei sogar Wärme in Form von Warmwasser und elektrischem Strom zur Verfügung. Auf dem Dach ist eine 220m2 grosse Photovoltaikanlage installiert, welche den Strom produziert. Dies macht im Jahr etwa 28‘000kWh aus. Zusätzlich liefern Solarkollektoren jährlich 30‘000kWh Energie in Form von Wärme (vgl. Toggenburger Tagblatt; 23.02.2009).

Offensichtlich ist es möglich, mit dem heutigen Stand der Technik Gebäude zu bauen, welche nicht nur sich selbst mit Energie versorgen, sondern zugleich auch als eine Art von Kraftwerk fungieren können. Und das bei Baukosten, welche nicht einmal 15% höher sind als bei herkömmlichen Häusern. Dies wirft gezwungenermassen die Frage auf, warum es mit unserer Umweltpolitik nicht möglich ist, solche Gebäude als Standard zu definieren und zur Zeit immer noch konventionelle Heizanlagen eingebaut werden.


Atomkraft spaltet die Schweiz
Gemäss einer Umfrage (Perspektive Schweiz des Vereins Vernunft Schweiz) ist der grösste Teil der Schweizer Bevölkerung bereit, die Stromlücke mit Energiesparmassnahmen zu schliessen. Über die Hälfte (56%) der 20‘903 befragten Personen würden einen Aufpreis von 20% für Strom aus erneuerbaren Energien bezahlen. Trotzdem würden 50% weiterhin Atomkraftwerke befürworten (vgl. Toggenburger Tagblatt; 24.02.2009).

Ich finde es schade, dass die Schweizer Bevölkerung wahrscheinlich nur die Atomkraftwerke aus finanziellen Aspekten befürwortet. Zusätzlich muss man bedenken, dass uns der Energieträger für Atomkraftwerke (Uran) nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen wird und deshalb nicht nachhaltig sein kann.

Artikel zum Thema Nachhaltige Entwicklung

Wohnhaus mit Energieüberschuss, Artikel aus dem St. Galler Tagblatt vom 23. Februar 2009

In diesem Artikel ist die Rede vom ersten Mehrfamilienhaus der Schweiz, welches mehr Energie produziert, als es selber benötigt. Das heisst, dieses Haus versorgt sich selbst. Zudem produziert es aber noch überschüssiges Warmwasser, welches an Nachbargebäude abgeben wird und Ökostrom, welcher ins Netz der Gemeinde fliesst. Jährlich werden so 12’000 Liter Heizöl eingespart.

Nachdem ich all dies gelesen hatte, nahm ich an, dass die Kosten für dieses Haus enorm sein mussten. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt. Die Baukosten sind nicht einmal 15 Prozent höher als bei einem Standardhaus, welches mit einer konventionellen Heizung ausgerüstet ist. Ich denke, dass diese Mehrkosten schnell wieder wettgemacht werden können und es sich darum lohnt, in einem solchen Haus zu wohnen.

Die 5 ½ - Zimmer - Wohnungen in Bennau werden für einen Preis zwischen 2400 und 2700 Franken, inklusive Nebenkosten, vermietet.


Jugendliche als Energiesparer, Artikel aus dem St. Galler Tagblatt vom 19. Februar 2009

Der Artikel informiert über das erste Swiss – Talent – Forum von „Schweizer Jugend forscht“, welches im Januar in Thun stattfand. 126 Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren aus ganz Europa suchten nach Lösungen, um der Energiekrise Einhalt zu gebieten. In 12 Gruppen diskutierten die Jugendlichen über die Problematik und gelangen zu 700 Lösungsansätzen. Einige davon möchte ich hier nennen: Steuerbegünstigungen für Firmen, welche in die Energieforschung investieren, reduzierte Parkgebühren für Hybrid – Autos, Energiesparlampen einsetzen.

Ich finde es wichtig, dass gerade Jugendliche sich mit diesem Thema befassen, da sie die Zukunft unserer Gesellschaft sind. Zudem fördert dieses Forum den Austausch unter Jugendlichen aus verschiedenen Ländern. So hören sie, was in anderen Ländern gemacht wird und können je nachdem einige Ansätze auf die Schweiz übertragen. Natürlich können auch andere Länder von unseren Ansätzen profitieren.

Donnerstag, 19. Februar 2009

ökologischer Footprint

Beim footprint habe ich unterdurchschnittlich viel Energie verbraucht. Der CO2- Rechner hat ähnliches ergeben. Allerdings wusste ich nicht genau, wie viel mein Auto verbraucht, was mir bei Footprint erleichtert wurde, indem „Kleinwaagen“ zur Auswahl stand. Die anderen Fragen haben sich sehr geähnelt, zumindest die Kategorien waren gleich. Ich hatte zwar erwartete, dass ich weniger CO2 verbrauche als der Durchschnitt, da ich bewusst lebe, dennoch hat mich erschreckt, dass wir 1,9 Planeten bräuchten um alle Ressourcen zu decken, wenn alle Menschen so leben würden wie ich. Das ist keine gute Aussicht, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mir sehr viel Gedanken über meinen Energieverbrauch mache. Ich kaufe innerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten BIO und schalte meine Elektrogeräte über Nacht aus. Wie viel Energie verbrauchen die Menschen, die sich nicht so viel Gedanken machen? Trotz bewusster Lebensweise muss ich Verbesserungen vornehmen. Das kann ich vor allem im Bereich Mobilität. Allein dadurch, dass ich meine Eltern nach spätestens zwei Monaten wieder sehen möchte, verursache ich einen enormen CO2- Ausstoss. Schliesslich lege ich so im Jahr mindestens 8400 km zurück, und das nicht immer umweltfreundlich mit der Bahn. Das Problem behebt sich ab Juli allerdings von selbst. Aber auch den Weg zur PH könnte ich durchaus öfters zu Fuss gehen, auch wenn ich viel zu tragen habe und es furchtbar kalt ist. Um diese kleinen Faulheiten aufzudecken, finde ich den CO2- Rechner oder Footprint gut. Sie zeigen auf, wo man sich selbst noch etwas vormacht. Schade fand ich, dass ich nur wenig Einfluss darauf nehmen kann, wie mein Vermieter dämmt, welche Energieeffizientsklasse die Elektrogeräte haben, die er einbaut oder wie er heizt. Ich denke hier hätte sowohl mein Vermieter sehr viel Potential als auch ich, wenn ich dann mal ein eigenes Haus habe.

Nachhaltigkeitstests

Mein Footprint sind 2.3 Welten und mein CO2 Verbrauch 5 Tonnen. Ich liege in beiden Tests unter dem Schweizer Durchschnitt, trotzdem habe ich insgeheim auf bessere Resultate gehofft. Es ist erschreckend zu hören, dass man beim eigenen Lebensstil 2.3 "Welten" verbrauchen würde und dass trotz den vielen guten Sachen, die man meint, für die Umwelt zu tun. Es gibt mir zu denken und spornt mich an, in den möglichen Bereichen wieder bewusster zu agieren und zu walten.
Ich glaube ich habe beim CO2 Test verhältnismässig besser abgeschlossen als beim Footprint. Beim CO2 Test hat das Wohnen (Isolierung des Hauses, Heizung, Wassersparer, Kühlschrank, Wäschetrocknen, usw) viel ausgemacht. In dem sind wir zu Hause stark und da konnte ich ein bisschen punkten. Im Footprint waren es allgemeinere und mehr gestreute Fragen. Es ist auch der kürzere Test und man hat manchmal nicht die Möglichkeit für so differenzierte Antworten wie beim CO2 Test. Beim CO2 Test sah man auch die Resultate von den Bereichen Fortbewegung, Wohnen und Essen / Kochen. Beim Footprint sieht man nur das Endresultat, ohne entsprechende Differenzierung. So finde ich, hat man beim CO2 Test eine viel exaktere Einsicht in die eigenen "Problemzonen".
Meine Verbesserungspotenziale liegen bei der Fortbewegung und bei der Ernährung. Aus Kosten und Faulheitsgründen achte ich mich nicht immer auf das Bio-Label, was scheinbar einen ziemlich hohen Einfluss auf das Resultat des CO2 Tests hatte. Dies ist auch genau der Punkt, auf den ich mich wieder vermehrt achten möchte und auch ein paar Franken mehr in Kauf nehmen möchte.
Im Bereich Fortbewegung sind die Veränderungen, solange ich noch an der PH beschäftigt bin, schwieriger. Aus regional-geografischen Gründen bin ich aufs Auto angewiesen, um den Bahnhof zu erreichen. Und auch den restlichen Weg mit dem Zug zur PH und wieder zurück kann ich leider nicht kürzen. Wenn ich im Sommer in die Stadt ziehe habe ich kein Auto mehr und mein Arbeitsplatz wird hoffentlich auch per Velo oder per kurze Busfahrt gut erreichbar sein. So hoffe ich, mich längerfristig auch in diesem Punkt zu verbessern.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Persönlicher ökologischer Fussabdruck

Den persönlichen ökologischen Fussabdruck und CO2-Ausstoss zu „messen“, fand ich eine gute Sache. Der CO2-Test war für mich etwas aufschlussreicher, da ich genau gesehen habe, wie sich das Ergebnis zusammensetzt und in welchen Bereichen ich mich verbessern müsste. Inhaltlich haben sie jedoch dieselben drei Themen angesprochen: Wohnen, Ernährung und Mobilität.
Es wurde mir dadurch bei beiden bewusst, dass es viele kleine Dinge im Alltag sind, auf die es ankommt und die man zum Teil mit nur etwas Wille sofort umsetzen kann. Zudem habe ich gemerkt, dass mein Lebensstil nicht so umweltfreundlich ist, wie ich es bis anhin gedacht habe. Würden alle Menschen so leben wie ich, so würden 2.5 Planeten gebraucht, um die Ressourcen zu decken.
Auf der einen Seite gibt mir dieses Ergebnis zu denken, auf der anderen Seite sind es auch viele Dinge, die ich nicht ändern kann oder möchte. Der CO2-Test hat gezeigt, dass bei mir hauptsächlich die Flugstunden zum hohen Ergebnis geführt haben, obwohl ich durchschnittlich nur einmal im Jahr ins Flugzeug steige. Auf diese Ferien in fernen Ländern möchte ich nicht verzichten. Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat ebenso einen hohen Wert erreicht, den ich aber nicht reduzieren kann, da ich irgendwie vom Toggenburg nach Rorschach gelangen muss. Ich möchte meinen Blick aber vor allem auf Dinge werfen, in denen ich etwas ändern kann und werde deshalb umso mehr versuchen, in kleinen Dingen auf einen umweltfreundlichen Umgang zu achten. So zum Beispiel, wenn es ums Heizen geht. In meinem Zimmer heize ich immer sehr stark. Das möchte ich in Zukunft etwas reduzieren und stattdessen einen Pullover mehr anziehen. Ebenso werde ich beim Einkaufen wieder vermehrt darauf achten, BIO-Produkte zu kaufen, was ich bisher nur teilweise gemacht habe. Die Vorschläge, welche mir beim CO2-Test gemacht wurden, sind mit hohen Kosten verbunden (Solarenergie, Heizung mit Fernwärme aus Biomasse) und werde ich deshalb als Studentin noch nicht umsetzen können. Falls ich einmal ein eigenes Haus bauen werde, sind dies aber bestimmt Punkte, über die ich mich vorher informieren werde.

So weit ist es also gekommen...

Was sind meine Resultate aus den beiden Befragungen und wie beurteile ich sie?

Ich habe meinen ökologischen Fussabdruck berechnet und bräuchte 1.9 Erden. Damit wäre ich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 2.9 Erden. Trotzdem aber hat es mich nachdenklich gestimmt. Wie kann das überhaupt weiter gehen? Wenn ich mit anderen Personen vergleiche, dann brauchen alle mehr als eine Erde. Wir Schweizer bemühen uns zwar, in dieser Richtung etwas zu unternehmen, sind aber noch lange nicht am Ziel angelangt.

Die Co2 – Berechnung war mit 6, 8 Tonnen relativ tief. Trotzdem habe ich auch hier wieder gemerkt, welche Einsparungen möglich wären. Vor allem im Bereich „wohnen“ gäbe es Verbesserungspotential. Da ich aber noch zu Hause lebe, habe ich mich nie wirklich damit befasst, da meine Eltern sich um alles kümmern.


Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?

Die Co2 Befragung war meiner Meinung nach aufschlussreicher, da das Ganze in die drei Bereiche Wohnen, Ernährung und Mobilität unterteilt wurde. Dadurch sieht jede/r sofort, in welchem Bereich er/sie sich verbessern kann.
Beim ökologischen Fussabdruck wird einem jedoch direkt aufgezeigt, wie verschwenderisch wir mit unserer Erde umgehen. Es ist jedem sofort klar, dass wir nur eine Erde haben und es irgendwann nicht mehr aufgehen kann. Bei der Co2 – Befragung ist die Angabe in Tonnen nicht wirklich vorstellbar.


Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?

Mein Verbesserungspotential liegt ganz klar im Bereich „Wohnen“. Ich werde darauf achten, dass die Audio – Geräte im ganzen Haus nicht nur auf Stand – by sondern ganz ausgeschalten werden. Der ganze Wandel hin zu Ökostrom oder Solarenergie ist ein etwas schwierigeres Unterfangen, da hier Geld eine grosse Rolle spielt. Nicht jeder Haushalt kann es sich leisten, von heute auf morgen das ganze Haus umweltfreundlicher zu gestalten. Trotzdem ist es aber wichtig, sich darüber Gedanken zu machen und allfällige Neuerungen darauf auszurichten.

Dienstag, 17. Februar 2009

Mein ökologischer Fussabdruck

Am Lernfestival 2008 in Wattwil hatte ich meinen ökologischen Fussabdruck bereits berechnet und bin deshalb nicht über das Resultat erstaunt. Um den Verbrauch an Ressourcen zu decken, falls alle Menschen auf der Welt so leben würden wie ich, würden zur Zeit etwa 2.1 Erden benötigt werden, weniger als der Schweizer Durchschnitt von 2.9 Erden. Mir ist aufgefallen, dass die Unterschiede unter den Ländern sind sehr gross sind, in der USA benötigt der Durchschnittsmensch etwa 5.6 Erden und in Bangladesch hingegen nur 0.3 Erden. Was im ersten Moment aufgrund des Entwicklungsstadiums als logisch aussieht, wirkt auf den zweiten Blick auch ziemlich erschreckend. Denn was wird mit unserer Erde einmal passieren, wenn die Entwicklungsländer sich weiterentwickeln und mehr Ressourcen benötigen? Kann unsere Welt so überhaupt noch existieren?

Als ich die Resultate vom ökologischen Fussabdruck und des CO2-Rechners verglichen habe, fiel mir sofort auf, dass das Resultat des ökologischen Fussabdruckes besser verständlich ist, da beim CO2-Rechner das Resultat nur als eine Gewichtsangabe des Treibhausgas-Austosses (6.5 t) angegeben wurde. Für mich war es deshalb schwierig, mir etwas unter diesem Ergebnis vorzustellen und die daraus resultierenden Konsequenzen zu verstehen.

Ich denke jeder Mensch kann etwas dazu beitragen seinen Lebensstil in Bezug auf den CO2-Verbrauch zu verändern. Meine Verbesserungspotenziale liegen darin, dass ich zum Beispiel vermehrt mit der Bahn anstatt dem Flugzeug in die Ferien reise und dass ich darauf achte, die elektrischen Geräte und Lampen jeweils ganz auszuschalten bevor ich einen Raum oder das Haus verlasse.

Die beiden Befragungen machen an sich Sinn, denn so überlegt sich jeder einmal, was er/sie zur Verbesserung der Umwelt beitragen kann.