Ich liebe Karottensaft. So oft wie möglich kaufe ich meine Lieblingsmarke, denn nicht jeder Karottensaft schmeckt gleich. Um diese speziellen Karottensaft herzustellen, braucht es deshalb als erstes ein Rezept. Vielleicht wurde das Rezept in einer Bauernfamilie über viele Jahre von Generation zu Generation weiter getragen, bis dann ein Bauer angefangen hat, diesen Karottensaft industriell herzustellen. Aber wahrscheinlich hat ein Laborant in einem Labor das Rezept innerhalb weniger Monate ausgetüftelt. Ob Bauer oder Laborant, das Rezept ist da. Um nun den Karottensaft herzustellen müssen Bauern ihre Felder bestellen. Sie kaufen Samen, pflügen das Feld, sähen den Samen aus und hoffen, dass es nicht zu wenig und nicht zu viel regnet. Nach einigen Monaten Wartezeit sind die Karotten reif und werden vom Bauern mittels einer Erntemaschine geerntet. Daraufhin werden sie von einem LKW- Fahrer in die Karottensaftfabrik gefahren und dort gewaschen, geputzt, gepresst und anschliessend in Tetrapacks abgefüllt. Von der Fabrik kommen sie in den Grosshandel und von dort in den Einzelhandel. Schlussendlich kostet der Saft bei Rewe 69 Cent.
Montag, 2. März 2009
Karottensaft
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Liebe Karin
AntwortenLöschenErst bei dieser Arbeit merkt man wirklich, was alles dahinter steckt, wenn man einen Karottensaft trinkt. Ich habe das Gefühl, mir kommen immer mehr Personen in den Sinn, wenn ich ein bisschen länger darüber nachdenke. Wie du treffend geschrieben hast, ein unendlicher Kreislauf, indem auch wir einen ganz kleinen Teil sind. Ich denke jedoch, wir müssen das positiv sehen. Wenn ich mir nur vorstelle, was passieren würde, wenn der Karottensaft nicht mehr getrunken wird. Dieser ganze Kreislauf bricht zusammen und am Ende trifft es diejenigen am härtesten, welche zuunterst in der Kette stehen. Unser kleiner Beitrag ist also doch für etwas gut, so denke ich es mir.
Liebe Grüsse Daniela Hollenstein, LG06Ad
Sali Karin
AntwortenLöschenMir wurde auch erst während dem Verfassen meines Webblogs bewusst, welcher Kreislauf hinter einem Produkt steckt. Eigentlich spannend. Im Grunde müsste man sich noch weitere Gedanken darüber machen, was den mit dem Abfall des Produktes passiert. Ich finde es erschreckend zu sehen, dass wenn zum Beispiel "ein Glied der Kette wegfällt", es nicht möglich wäre, den Karottensaft zu produzieren. Ich denke auch, dass der Preis im Verhältnis der Arbeitsstunden zu tief ist, jedoch sollte dabei immer bedenkt werden, dass nicht nur der eine Karottensaft hergestellt wurde.
Liebe Grüsse Bernadette Moser