Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Sehr viele Kleinigkeiten habe ich diese Woche wahrgenommen, welche mir normalerweise wahrscheinlich nicht aufgefallen wären. Auf einige möchte ich in diesem Blog nun eingehen.
Das erste Thema betrifft unseren Umgang mit dem Computer in der Familie. Dieser läuft bei uns den ganzen Tag, weil bestimmt jede viertel bis halbe Stunde jemand etwas am Computer nachschauen oder erledigen muss. Ich habe mir bis anhin nie richtig überlegt, dass dies eigentlich ein enormer Stromverbrauch ist. So gewöhnt man sich sehr oft an kleine Dinge, die man nicht mehr hinterfragt, da es einfach schon immer so war.
Hingegen ist mir aufgefallen, wie sparsam wir zu Hause mit dem Licht umgehen. Wenn immer wir einen Raum verlassen, löschen wir das Licht und so ist es jeweils wirklich nur dort hell, wo wir uns gerade befinden.
Ein anderer Punkt der mir aufgefallen ist, betrifft die Abfalltrennung. Zu Hause trennen wir diesen sehr streng, in der Öffentlichkeit sehe ich aber immer wieder, dass insbesondere Petflaschen oft im Abfalleimer entsorgt werden. Auch ich mache das oft, und zwar meist aus Gründen der Bequemlichkeit. Wenn man eine Flasche leer getrunken hat, möchte man diese nicht noch so lange mit sich herumtragen, bis man zu Hause ist oder per Zufall an einem Pet-Sammelbehälter vorbeikommt. Deshalb finde ich es sehr gut, dass an der PH ein Pet-Behälter aufgestellt ist und so Abfalltrennung gefördert wird. Was das Altpapier betrifft, wäre an der PH jedoch Verbesserungspotential vorhanden. Sehr oft muss ich ein Notizblatt am Ende der Stunde wegwerfen und entsorge dies jeweils im Abfalleimer statt in einem Altpapierbehälter. Diese findet man in fast keinem Schulzimmer, obwohl der Papierverschleiss an einer solchen Schule bestimmt sehr hoch ist.

Das sind einige Dinge, die mir diese Woche ins Auge gestochen sind. Wenn man einmal etwas genauer hinschaut, fallen einem wirklich viele Dinge bei sich selber und bei andern auf.
Dass man sich von den Negativbeispielen anderer nicht mitziehen lässt und denkt „die andern machen es ja auch so“, finde ich sehr wichtig. Ausserdem sollten wir als Lehrpersonen diese bewusste Wahrnehmung auch bei Kindern fördern, da dies der erste Schritt für eine Veränderung ist.

1 Kommentar:

  1. Hallo Rahel,

    mir ist das auch so gegangen, dass mir plötzlich Dinge aufgefallen sind, die voher völlig Selbstverständlich waren. Ich finde es gut, dass du sowohl dein positives Verhalten, als auch dein Verhalten mit Verbesserungspotenzial beschrieben hast. Ich habe nur auf ungutes Verhalten bei mir geachtet und das war ziemlich deprimierend. Ich glaube ich sollte noch mal darauf achte, was ich schon achtsam mache, dann fühle ich mich wahrscheinlich nicht mehr so schlecht, denn einige Dinge macht bestimmt jeder Mensch ganz bewusst.

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