Ich möchte mich heute mit meiner Lieblingsschokolade aus der Migros befassen. Bis sie in einem der Regale steht, durchläuft sie diverse Stationen, von denen ich hier einige beschreiben werde.
Ein grosser Teil der Schokolade besteht aus Kakaobohnen. Diese werden irgendwo in Afrika oder Südamerika angepflanzt und geerntet. Die Kakaobauern verrichten ihre Arbeit bei schwierigen Bedingungen und einem tiefen Lohn. Danach werden sie in Säcke verpackt und in Containerschiffen nach Europa transportiert. In Schokoladenfabriken werden sie von Fabrikarbeitern und Fabrikarbeiterinnen soweit zubereitet, dass später eine Tafel Schokolade daraus gegossen werden kann. Die fertige Ware wird von einem Lastwagenchauffeur / chauffeuse abgeholt und in die Verkaufsläden gebracht. Dort warten dann bereits die Angestellten, um die Schokoladentafeln fein säuberlich in die Regale zu stellen.
Natürlich sind noch weit mehr Menschen auch indirekt an dieser Produktion beteiligt. So braucht es beispielsweise Personen, welche die Maschinen herstellen, um Schokolade produzieren zu können. Die wiederum brauchen Teile von anderen Firmen, damit sie ihre Maschinen herstellen können. Ein gewaltiges Netzwerk, welches hier zusammenarbeitet, ohne dass wir es wirklich merken. Es funktioniert einfach, also fragen wir nicht nach.
Stellen Sie sich nun vor, was passieren würde, wenn keine Schokolade mehr produziert werden würde. Das gäbe eine riesige Kettenreaktion und Menschen würden darunter leiden, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie an diesem Vorgang beteiligt waren.
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Hay Daniela,
AntwortenLöschenVor allem deinen Schluss finde ist sehr interessant. Wenn man genau nachdenkt, dann ist es bei so vielen Sachen so, dass sie für uns einfach funktionieren und wir deswegen nicht nachfragen.
An deinem Beispiel sieht man ganz gut, dass wir keine andere Möglichkeit haben als die Kakaobohnen zu importieren. Das bedeutet gleichzeitig CO2-Ausschuss.Warum? - Weil die Kakaopflanze bei unseren Klimabedingungen nicht wachsen könnte. Keinen Kakaopflanze bedeutet keine gute Schokolade!!!
Also ich persönlich kann mir ein Leben ohne Schokolade gar nicht mehr vorstellen.
Hallo ihr zwei,
AntwortenLöschenIch glaube das geht uns allen so. Es gibt tausend tolle Konsumgüter, wie Schokolade, Handy, Schuhe und vieles mehr, ohne die das Leben inzwischen nicht mehr lebenswert wären. Eine Möglichkeit wäre es, ähnlich wie beim ökologisch bewussten Fliegen zusätzlich einen Aufpreis zu bezahlen, das dann in die Forschung für nachhaltige Entwicklung gesteckt wird. Eine bessere Idee fällt mir im Moment nicht ein, obwohl es betsimmt noch weitere Möglichkeiten gäbe, dieses Problem zu beheben. Aber auf Schokolade und Co möchte ich auf keinen Fall verzichten. Aber das ist auch glaube ich nicht das Ziel.
Hallo Daniela,
AntwortenLöschenIch bin wie du ein Schokoladenliebhaber. Nur stehe ich mehr auf KINDER-Schokolade statt auf die Schokolade von der MIGROS...Es ist wie du gesagt hast, ganz normal für uns, dass wir in den Laden gehen und eine Tafel Schokolade kaufen. Das ist eigentlich bei den meisten Konsumgüter so. An deinem Beispiel lässt sich gut erkennen, dass unzählige Leute an der Herstellung eines Produktes beteiligt sind. Es ist schade, dass es uns nicht mehr interessiert, woher die Dinge kommen, auf die wir so ungerne verzichten. Deshalb finde ich diese Aufgabe sehr sinnvoll. So befassen wir uns endlich mal damit und erhalten einen Einblick, der viele Leute zum Staunen bringt. In diesem Fall danke schön für deine Recherchen..=)
Liäbä Gruäss
Jessica Zisette
LG06Cd
Liebe Daniela
AntwortenLöschenIch war beim Verfassen meines Blogs auch erstaunt, wie viele Faktoren und Personen mit ausschlaggebend dafür sind, dass ein bestimmtes Produkt hergestellt werden kann. Ich fand diesen Auftrag deshalb sehr sinnvoll, weil dies ein Gedanke ist, den ich mir bisher noch nie so bewusst gemacht habe.
Vor allem bei Produkten, deren Anfangspunkt in einem armen Land liegt, finde ich es sehr wichtig, dass wir uns der Tatsache, dass viele Menschen unter schlechten Lohn- und Arbeitsbedingungen für uns gearbeitet haben, etwas bewusster werden und uns entsprechend auch einmal für eine etwas teurere Schokolade entscheiden.
Liebe Grüsse
Rahel Giezendanner, LG 06Ac