
Da ich heute Nachmittag Lust auf einen knackigen, frischen Apfel hatte, ging ich in den Einkaufsladen gleich um die Ecke. Nun stehe ich vor dem Gemüse- und Früchteregal, welches mir eine grosse Auswahl an Äpfeln bietet. Grüne oder rote - kleine oder grosse, da wird eine immense Vielfalt an verschiedenen Äpfeln präsentiert, ich jedoch greife zum Bio-Apfel und begebe mich an die Kasse. Während ich in der langen Schlange stehe, frage ich mich, was wohl mit dem Apfel alles passiert ist, bis er hier, zum Einkaufsladen um die Ecke gelangt ist.
Vor etwa 10 – 15 Jahren wurde der junge Apfelbaum im Kanton Thurgau gepflanzt. Der Bauer pflegte diesen während den Jahren, indem er die Äste von Zeit zu Zeit schnitt und darauf achtete, dass er gut gedeihen konnte.
Im Frühling blühte der Apfelbaum in seiner vollen Pracht und die emsigen Bienen befruchteten die Blüten, damit ein Apfel daraus entstehen konnte. Im Herbst war es dann endlich soweit, der Apfel wurde vom Bauern geerntet und gemeinsam mit vielen anderen Äpfeln mit dem Traktor zum Grossverteiler gebracht. Dieser wiederrum wusch und verpackte die Äpfel, bis sie mit einem Lastwagen zum Einkaufsladen gelangten und nun schön im Obstregal präsentiert werden.
Die Schlange rückt vorwärts und ich bezahle den Apfel an der Kasse. 70 Rappen kostet er.
Ich bin mir natürlich bewusst, dass viele andere Faktoren dazu beigetragen haben, dass ich in diesen Apfel beissen kann. So habe ich zum Beispiel die Mitarbeiter des Bauern und des Einkaufsladens, sowie den Lastwagenchauffeur noch nicht berücksichtig. Zudem müsste natürlich auch die gesamte Infrastruktur (Einkaufsladen, Lastwagen, Traktor, Werkzeuge, etc.) miteinbezogen werden.
Anhand des Transportweges und dem damit verbundenen CO2-Ausstosses ist der Bio-Apfel keineswegs mit einer Mandarine aus Marokko oder der Banane aus Teneriffa zu vergleichen. Obwohl auch die Äpfel aus der Region viel Arbeit für die Bauern bedeuten, bin ich froh zu erkennen, dass nicht jedes Produkt in die Schweiz importiert werden muss.
Liebe Bernadette
AntwortenLöschenSo liebevoll wie du die Arbeit des Bauern beschrieben hast, wie er diesen Apfelbaum plegt, habe ich gerade Lust bekommen auch einen Apfelbaum zu pflanzen. Leider haben wir keinen Garten, aber ich denke, dass ich viele Früchte und Gemüse selbst im Garten anpflanzen würde. Frisch gepflückt schmecken sie nämlich am besten.
Das bringt mich auf die Idee, im Kindergarten in dem ich mal sein werde, einen Apfelbaum zu pflanzen oder einen Tomatenstrauch. Die Kinder würden so selbst miterleben, wie die Frucht oder das Gemüse entsteht und regen die Eltern zu Hause vielleicht auch dazu an, Früchte und Gemüse selbst anzupflanzen.
Jasmin Kolp, LG06Ac
Sali Jasmin
AntwortenLöschen:-) Einen Apfelbaum zu pflanzen oder ein kleines Gemüsebeet zu errichten im Kindergarten oder in der Primarschule finde ich eine sehr gute Idee. Ich finde es auch wichtig, dass die Kinder dadurch sehen können, wie auch Früchte oder Gemüse im eigenen Garten entstehen kann.
Bernadette Moser