Gestern Abend, als ich, müde vom langen Tag, nach Hause kam, habe ich mich warm angezogen, bin zum nahe gelegenen Thurweg gelaufen und dort zu meiner Lieblingsstelle gegangen. Es ist eine kleine Halbinsel mit einer Badestelle, geschützt durch grosse Steine. Sie liegt weit unterhalb des kleinen Weges, so dass man ganz für sich alleine ist. Ich mochte diese Stelle schon als kleines Kind, als wir dort an den Wochenenden jeweils ein Feuer machten, eine Wurst brieten und den ganzen Nachmittag damit verbrachten, schöne Steine zu suchen.
So bin ich also gestern wieder an dieser Stelle gesessen und habe das leichte Rauschen des Wassers auf mich wirken lassen. Seit langer Zeit habe ich wieder einmal bewusst dem Vogelgezwitscher gehorcht und gemerkt, dass der Frühling vor der Tür steht. Von Zeit zu Zeit hörte ich auf dem Weg oberhalb der Insel einen Spaziergänger vorbeigehen, zweimal war ein verspieltes Hundebellen zu vernehmen, sonst war ausser den Geräuschen der Natur alles still um mich herum. So habe ich eine Weile vor mich hin geträumt und meine Gedanken treiben lassen.
Als mir langsam kalt wurde und es einzudunkeln anfing, machte ich mich wieder auf den Heimweg, hörte die Steine unter meinen Schuhen knirschen und den Wind leise durch die Bäume ziehen.
Als ich wieder zu Hause ankam, fühlte ich mich trotz fortgeschrittener Stunde erholt und ausgeglichen.
Solche Erlebnisse in der Natur bedeuten mir sehr viel. Besonders wenn ich innerlich unruhig bin und einen Berg Arbeit vor mir sehen, helfen mir Momente in der Natur, die innere Ruhe wieder zu finden und mich zu entspannen. Auch ermöglichen es mir Momente am Wasser, im Wald oder auf einem Berg jeweils, wieder auf andere Gedanken zu kommen und den Kopf ein bisschen auszulüften.
Mit der Natur verbunden fühle ich mich besonders dann, wenn ich alleine bin und ich selber langsam ruhig werde. Dann beginne ich jeweils, die unzähligen schönen Dinge der Natur zu entdecken. Steine, durchzogen mit feinen Linien, ein Spinnennetz mit Tautropfen oder ein schönes buntes Herbstblatt… Solche Dinge fallen mir jeweils erst auf, wenn ich bewusst hinschaue. Dann hingegen sieht man in so vielen kleinen Dingen kleine Wunderwerke der Natur. Mein nachhaltiges Handeln hat sehr stark mit dieser Naturverbundeheit zu tun. Ich möchte, dass die Natur mit ihren vielen wertvollen Schätzen auch unseren Kindern erhalten bleibt.
Donnerstag, 19. März 2009
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Liebe Rahel
AntwortenLöschenEs geht mir genau gleich wie dir. Wenn ich alleine in der Natur bin, nehme ich sie viel bewusster war, als wenn ich mit einer anderen oder mehreren Personen zusammen bin. Kaum ist jemand dabei, schenkt man seine ganze Aufmerksamkeit der zweiten Person und die Natur ist wieder nur Ort des Geschehens und nicht mehr.